Mittwoch, 22. Februar 2012

Philosophie des Abendlandes #3

Jetzt mal was für die Juristen: Protagoras war ein Sophist, also eine Art Philosohie- und Rhetoriklehrer, der im antiken Athen gegen Honorar unterrichtete. In Athen war es damals üblich, dass sich Ankläger und Angeklagte vor Gericht selber vertreten mussten. Der Berufsstand des Anwalts war also noch nicht erfunden. Dies erklärt aber auch den hohen Bedarf an professionellen Sophisten.

Protagoras einigte sich jedenfalls mit einem seiner Kunden darauf, dass er seine Bezahlung erst nach dem ersten gewonnenen Prozess seines Schülers erhalten sollte. Unmittelbar nach Vertragsschluss verklagte er diesen dann auf die Zahlung des Honorars.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Philosophie des Abendlandes #2

Ziemlich cool war wohl auch der Pythagoras, der beileibe nicht nur einfacher Mathematiker war. Man kann sich bei einigen der vorsokratischen Griechen den gelungenen mathematischen Beweis wohl als so etwas wie eine göttliche Erleuchtung vorstellen. Kunststück, könnte man jetzt allerdings sagen, heute hat man zu so etwas ja gar keine Gelegenheit mehr, weil man in der Schule schon alles reingestopft bekommt. Und später, wenn man sich dann von alleine dafür interessiert, ist es dann nur noch ein alter Hut. Naja, egal. Mathematische Axiome, die ja irgendwie unabhängig von Zeit und Raum existieren und gelten, wurden auch als "Gedanken Gottes" bezeichnet, was ich somehow eigentlich ganz okay finde.

Am Pythagoras hat mich jedenfalls am meisten beeindruckt, dass er
 a) eine eigene Schule hatte und sich seine Schüler selber aussuchte
b) anfing dedukative Beweise zu führen
c) den berühmten Satz des Pythagoras formulierte
d) hin und wieder auch mal Tieren predigte
e) seinen Anhängern aufs schärfste verbot, Bohnen zu essen

Dienstag, 14. Februar 2012

Philosophie des Abendlandes #1

Obwohl das Team Grübelmonster gestern einen ersten großen Erfolg erzielt hat, befinde mich doch immer noch verstärkt auf Sinnsuche. Daher habe ich einmal ins Regal gegriffen und die Philosophie des Abendlands entdeckt. Ein sehr interessantes Buch, von dem ich in nächster Zeit wohl noch mehr berichten muss. Erste Erkenntnisse nach den ersten Sätzen über Thales, Orpheus und Dinoysos: Abgefahrn was für Parallelen es doch zwischen den Religionsentwicklungen gegeben hat. Und: Glücklich, wer eine Religion ohne angebliche Offenbarung hat, die scheinen ja in der Regel eher friedlicher und privater abzugehen, auch wenn sie gelegentlich ein paar Tiere zerfetzen und ziemlich enthusiastisch werden, wenn sie getrunken haben. Geht auf jeden Fall ab.  
Gut fand ich aber auch, dass die erste in dem Buch erwähnte Stadt meine Heimatstadt ist. Damit hätte ich nicht gerechnet.