Donnerstag, 27. Oktober 2011

Vorstellung Drei

Titel: Als Füchse verkleidete Eichhörnchen ziehen Gänse ausm Tümpel, verarschen sie 2 Stunden und stecken sie dann falschrum wieder in den Weiher. Foto: Tim

Montag, 24. Oktober 2011

Sciurus Vulgaris - Der Fotowettbewerb

Die Blätter fallen von den Bäumen und bleiben auf dem Boden liegen. Was liegt da näher, als einen Fotowettbewerb auszurufen?

Traditionell nimmt die Ablichtung von Eichhörnchen in der höheren Fotographie einen besonderen Stellenwert ein. Fernab von jedem Paradigmenwechsel soll hier auch unser Ziel liegen. Vor einem jeden Ziel liegt aber immer auch ein Weg, ansonsten wäre ein Ziel ja kein Ziel, sondern ein Standpunkt.

Kann diese Sichtweise für unseren Wettbewerb relevant sein? Ja, sie kann. Denn: Begreift man den Weg als das Ziel, so kann man in einem Eichhörnchenfotowettbewerb auch ohne Eichhörnchen erfolgreich sein.

Einsendungen bitte an christoph@winterorbit.de
Die beste Einsendung wird mit einem Preis belohnt. 

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Suppnkur

Als ich eben durch den suburbanen Sonnenuntergang walkte, bemerkte ich eine gewisse Leere im Kopf. Dazu gesellte sich ein inzwischen chronisches Völlegefühl in der Nase. Komplettiert wurde die Situation durch eine weitere Leere, diesmal in der Magengegend. Die Antwort brodelt schon jetzt sich ins Hirn: Hühnersuppé.

Man nehme eine Zwiebel, zwei Karotten, eine Stange Lauch sowie ein ordentliches Stück Knollensellerie, schneide sie in ordentliche Batzen und röste sie bei erhöhter Temperatur in einem großen Topf. Die Zwiebel darf dabei ihr braunes Kleid behalten um etwas Farbe in die Angelegenheit zu bringen, geputzt werden sollte sie aber wie das übrige Gemüse auch.

Sobald sich am Topfboden erste Brandmale bilden, kann Wasser zugegeben werden. Ein Sträußchen Petersilie sorgt für Freude im bislang gewürzfreien Ambiente.

Direkt nach dem Wasser kommt das Fleysch.
Fleyschbezug ist allerdings heutzutage ein Politikum, daher orientieren Sie sich an der folgenden Tabelle.

Grün: Biohuhn oder Fleischlos, in beiden Fällen der Umwelt mitteilen
Rot:  Supermarkt, mittlere Qualität. Auf Angebote achten!
Schwarz: Stall, alternativ Wochenmarkt
Gelb: Biohuhn. Als Blindenhund etc. absetzen.

Das Fleysch wird in den Topf verbracht und bei niedriger Temperatur gekocht. In diesem Zustand kann die Suppe für einige Zeit verbleiben. Hernach soll man sie erkalten lassen.

Der nächste Tag beginnt mit Fettabtragen. Dazu nimmt man das erkaltete Fett von der Suppenoberfläche. Achten Sie aber darauf, nicht alles zu entfernen. Der beliebte Spruch "Aus einer guten Suppe müssen mehr Augen heraus- als hineinsehen" kann Sie bei Bedarf als humorigen Gesellen mit Herzamrechtenfleck ausweisen.

Das zerkochte Altgemüse wird alsbald entnommen. Wer möchte, kann sich auch noch Klarheit verschaffen, indem er die Suppé durch ein sauberes Küchenhandtuch gießt. Angeblich kann man die entstandenen Schwebstoffe noch besser binden, wenn man vorher ein Hühnerei auf- und dann einrührt. Verbürgen kann ich mich für diese Methode allerdings nicht, da es sich nur um eine unfundierte Idee handelt, die ich mir darüber hinaus noch selber ausgedacht, aber nie ausprobiert habe.

Die Suppé soll nun erneut erhitzt werden. Auch erneut wird kleingschnittenes Gemüse beigefügt. Anbietend hier: Karotte, Sellerie, Lauch. Vorsicht bei Blumenkohl und Nudeln: Diese Gemüsesorten müssen separat gekocht werden!

Nach etwa einer halben Dreiviertelstunde ist die Suppe bereit. Serviert wird sie in einem stilvollen Behälter und mit einem Löffel.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Zukunftsabweisende Freizeitgestaltung

Wenn man kaum Freizeit hat, verbringt man viel Zeit damit, über Freizeit nachzudenken. Insbesondere solche Tätigkeiten, die sich in der Grauzone dessen, was landläufig als "normal" gilt, üben dabei einen besonderen Reiz aus.

Nachdem ich eben in Rekordzeit Waren aus einem Lebensmittelgeschäft beschafft hatte, entwickelte sich auf dem Nach-Hause-Weg eine Idee für eine bewertbare Freizeitidee.
Im Kern geht es dabei um die Frage, wie lange das schiere Aufhalten in einem öffentlich-kommerziellen Raum von den Bediensteten toleriert wird.

Die Kriterien für einen Erfolg sind dabei recht einfach in einer Formel zusammenzufassen: Freizeit ist definiert als die Größe des Ausstellungsraum (in Quadratmeter) multipliziert mit der Aufenthaltsdauer (in Stunden) dividiert durch die Anzahl der anwesenden Fachkräfte.


   qm * h
F = _________

   A

Erreicht man nach dieser Formel einen Freizeitwert von über 133, sollte man seinen Urlaub allerdings abbrechen.