Freitag, 30. Juli 2010

Erbsendiät

Es gibt noch Lichtblicke: Die Städtischen Bühnen Münster geben in der Spielzeit 2010/2011 den Woyzeck! Musikalisch untermal wird das Dramenfragment dabei von Tom Waits.
Winterorbit.de urteilt: Zeit sich mal wieder an der Kultur zu besaufen!

Noch ein Hinweis für User: Bei der Technologie "Theater" handelt es sich um eine Art Kino, in dem allerdings keine 3D- sondern Hornbrillen und Rollkragen verwendet werden. Dreidimensional ist es aber trotzdem schon seit Jahren.

Falls man sich einmal einen kontrollierten Einblick in das Geschehen geben möchte, würde ich den Digitalsender "ZDF-Theaterkanal" empfehlen, der ansonsten wohl von der GEZ als Lastwiderstand für überschüssige Gebühren verwendet wird. Letztlich lohnt sich das aber schon alles, denn: "Ich war im Theater" ist immer noch eine der besten Ausreden für nahezu alles.

Samstag, 24. Juli 2010

Against Nature

Die Episode von Gestern: Wir wollten an einer guten Stelle Angeln gehen, nahe der Schleuse, wir schätzten den Weg auf etwa 3 Kilometer. Nach etwa 2,5 Stunden und 11km Fußweg kamen wir an, fingen aber nichts. Ein netter Ire erklärte uns einen besseren Weg zurück, der wäre aber ziemlich weit, "so etwa 2 Kilometer", schätzte er. Der erklärte Rückweg fing vielversprechend an, forderte aber bald eine Entscheidung: Wir wählten den grüneren der beiden Todeswege in den Wald und verließen den offiziellen Wanderweg, auf dem wir uns befanden. Ein schwerwiegender Fehler, wie sich in den folgenden Srunden herausstellte. Glauben Sie mir, man kann sich auch in Europa von einem Wald umzingelt und angegriffen fühlen. Dickicht und Finsternis, Schlingen und Moor, chancenlos war unser Irren. Orientierung gegen Null. Machetenlos. Unfassbar, wie sehr man sich Beton wünschen kann. Nach Stunden fanden wir den Weg wieder. Der restliche Rückweg von etwa 2 Stunden wurde gutgelaunt und erleichtert verbracht.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Trout, Sprout & Stout

Es ist der zweite Tag in Irland und wir haben einiges erlebt. Heute war sogar das Wetter äußerst lovely und der selbstgefangene Fisch schmeckte doppelt so frisch. Eingekauft haben wir auf Empfehlung eines indischen Restaurantbesitzers im hiesigen "Liddle!", wo es neben Grafenwalder und Perlenbacher auch Beamish und Guinness gab. Man könnte sagen: Es ist uns ein Knicklicht aufgegangen.

Montag, 19. Juli 2010

Seltene Exemplare

Es ist ein Freudenfest für uns Ornithographen: In meiner Heimatregion machen sich unerwartete Vogelarten breit. Zum Beispiel der hier abgebildete Austernfischer. Er bewohnt mit seiner etwa vierköpfigen Familie den Sportplatz des Ballsportvereins Roxel. Das Foto entstand, als sich die Tiere gerade auf dem Dach des benachbarten Hallenbades entspannten.

Vermutlich sind die Tiere wegen des Beachvolleyballplatzes hergezogen, den sie wohl fälschlicherweise für einen natürlichen Strand gehalten haben. Auf jeden Fall sind im pickenden Gewerbe tätig und nach Insiderinformationen schon im dritten Jahr anwesend.

Ich jedenfalls werde mich jetzt ins Aataal begeben, um dort nach Münsters anderen ornithologischen Sensation Ausschau zu halten: Dem weißen Rabenkrähen-Duo.

Samstag, 17. Juli 2010

Irgendwie, irgendwo, irgendwatt: Das Leserrätsel

Heute sensationellerweise schon am Samstag: Ein Leserrätsel von Pete. Ich ergehe mich in Ratlosigkeit.

Welcher Vorgang wird im Folgenden beschrieben?

"Eigentlich ist der Vorgang ganz einfach. Als erstes ordnet man die Dinge in unterschiedliche Gruppen. Natürlich kann ein Haufen ausreichen, das hängt davon ab, wie viele verschiedene Dinge man hat. Wenn Du dazu irgendwo anders hingehen musst, weil Dir die entsprechenden Möglichkeiten fehlen, wäre dies jetzt der nächste Schritt. Andernfalls kann es jetzt losgehen. Es ist wichtig, nicht zu übertreiben, d.h. mache lieber weniger als zuviel auf einmal. Kurzfristig scheint das nicht wichtig zu sein, aber es können leicht Komplikationen entstehen, und ein Fehler kann teuer zu stehen kommen. Anfangs sieht der ganz Vorgang recht kompliziert aus, bald jedoch wird er zu einer ganz normalen Facette des täglichen Lebens werden. Es ist schwer, ein Ende für die Notwendigkeit dieser Aufgabe in naher Zukunft abzusehen, aber man weiß ja nie. Wenn der Vorgang beendet ist, ordnet man die Gegenstände wieder zu Gruppen. Dann werden sie an die hierfür vorgesehenen Stellen gelegt. Gelegentlich werden sie dann wieder benutzt und der ganze Vorgang beginnt wieder von vorn. Es ist eben ein Teil unseres Lebens."

Sonntag, 11. Juli 2010

Motion-Gfx-Tralala

Während ich heute auf dem Balkon stand und über die Gesamtsituation bzgl. Neue Medien, Facebook und Apple nachdachte, wurde mir plötzlich ganz anders. Gut, dass ich eine Kamera auf mich gerichtet hatte.

Freitag, 9. Juli 2010

Die philosophische Fiktion

Die Frage ist die: Wenn wir rausfinden würden, dass unsere Welt, so wir wie sie kennen und empfinden, nicht mehr ist als, sagen wir, ein simulierter Level auf der Spielkonsole eines gottähnlichen und höherdimensionierten Wesens, genauer: Des Kindes eines weit mächtigeren Gottes. Was würden wir tun? Klar, das kleine kreative Wesen hat uns erschaffen, aber: Er ist nicht der Chef im Stall. Umschwenken oder Dranbleiben?

Sonntag, 4. Juli 2010

Ungelöst: Das revolutionäre Ratsel

Gesucht ist heite ein dreinamiger Anführer. Dreinamig bedeutet, sein Name besteht aus 3 Bestandteilen, von denen jeder als ordentlicher Vorname Anerkennung findet.

Der Anführer zettelte einen Krieg an, und man kommt nicht umhin, dieses als seine vornehmlichste Lebensleistung anzusehen. Gut, kurz nach dieser Tat war damit dann auch vorbei, trotz einer juristischen Intervention von einem anderen, kleineren Anführer.

Was macht diesen Krieg so besonders neben all den anderen? Etwa die Tatsache, dass Kriegschiffe eingesetzt wurden? Vielleicht schon, immerhin fand er in der Schweiz statt. Das wirklich schöne an diesem Krieg ist aber eine ganz eine andere Besonderheit: Er ist nach einer Kneipe benannt.

Tipp: Im selben Jahr gab einen Streit zwischen dem US-Vizepräsident und dem ehemaligen Finanzminister. Der Streit endete tödlich.

Das royale C

Die Arbeiten am neuesten und aufregenden vierten Teils der CattleGrid Spielfilmreihe ließen mir in der letzten Woche wenig Zeit für andersartige Betätigungen. Das ändert sich jetzt und hiermit. Zunächst folgt eine Beobachtung mit integriertem Ratschlag:

Möchte man einem Substantiv eine besondere Bedeutung verleihen, so tausche man das Z gegen ein C. Beispiel: Cigarette, Club, Conditorei.
Mit diesem einfachen orthigrafischen Trick täuscht man wirkungsvoll eine gewissen inhaltliche Schwere vor, wirkt aber trotzdem nicht allzu dämlich.

Die Vorgehensweise ist allerdings an gewisse Bedingungen geknüpft: Es ist z.B. zu vermeiden, aus dem angelsächsischen entliehene Wortbestände zu verwenden. Ein mir namentlich bekannter Discount-Optiker preist so etwa seine "Contactlinsen" an. Versuchen Sie doch mal, dieses entsprechend britisch zu vertonen, da würde sich ja selbst der Werbechef der Deutschen Bahn hinter seinem Service Point verstecken.
Anders gelagert wäre der vorliegende Fall natürlich, wenn der Optiker genau hingesehen, und das Binnen-C original gegen ein natürliches K eingewechselt hätte. Die entstehende Kreation "Contaktlinsen" nämlich zeugt absolut von den goldenen Tagen der frühen Bundesrepublik, als Kurzwarenhändler das Straßenbild bestimmten.