Sonntag, 28. Februar 2010

Die Rätselhaft

Jemand zweckentfremdete mal ein Gitter, und zwar im Bereich der Postleitzahl 94974. Wer wars und was hat er gemacht?

Delicatessen in Stahl

Der Februar, obwohl vermutlich einer der kürzesten Monate, hat nicht nur eine Menge Schnee, sondern auch einen Rekord mitgebracht: Über Eintausend Besucher auf winterorbit.de, viele davon sogar aus Belgien und der USA. Ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Treue und Ergebenheit bedanken, vielleicht werde ich irgendwann etwas davon zurückgeben können.

Als kleines Dankeschön möchte ich Ihnen heute das Filetstück meiner Dosenfleyschsammlung präsentieren. Es handelt sich dabei genau genommen nicht um eine reine Fleyschkonserve, sondern um ein Fertiggericht mit Kern aus Wurst. Das Gericht nennt sich "The Full Monty" und bringt alles mit, was ein Brite zum Frühstücken braucht: Eine Wurst, Bohnen in Ketchup, ein Ding aus Kartoffeln und einen Pilz. Auch die Liste der enthaltenen Nährchemikalien unterstreicht den exotischen Charakter des Exponats und macht deutlich, wie führend die Briten im Bereich der Fertigegerichtetechnik sind: Enthalten sind 0,8 Gramm "Salt Equivalent".




Mittwoch, 24. Februar 2010

Eylmeldung: Mein neues Hobby

Ab sofort gehe ich einem neues Hobby nach. Ich sammle allerdings keine Briefmarken. Ich spiele auch weder Fußball noch Playstation. Auch lerne ich kein Instrument. Ich sammle Dosenfleysch.

Dienstag, 23. Februar 2010

Geistiger Fusel - Karl mags in kleinen Dosen

So meine Damen und Herren, das Experiment ist beendet. Die Antwort auf die Frage, die lautet, was ist der Kapitalismus eigentlich wert, lautet, im Falle der Teilmenge "winterorbit.de", exakt:
Sechzehn Cent.

Das ist unterm Strich dabei rumgekommen. Eigentlich etwas wenig, wenn man bedenkt, dass man jetzt keine Seele mehr hat. Man darf die Kunst eben nicht an den Kommerz verkaufen, jenes wussten schon Ice Cube und Dr. Dre.
Totzdem hatte die Aktion auch etwas nettes, unterhaltendes. Die Einblendung der Bücher von von Däniken etwa, oder die Sache mit der MPU. Letztlich ist das große Internet wohl doch nur eine grobe Anhäufung von Bürokratenprogrammen ohne jegliche künstlerische Intelligenz.
Was also tun?

Auslandskorrespondentin Meike suchte die Antwort in Belgien: In einer Filiale des ewigen Gegners des liberalen Bürgertums fand sie tatsächlich ein Überbleibsel der linken Folklore. Ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, als Klimawandlung noch örtlich begrenzt mithilfe von FCKW gemacht wurde und die Ökos in stinkenden Reformhäusern wohnten. Ein Stück wiedergefundene Adoleszenz und Heimat, gefunden in der Fremde.
Aber sehen Sie selbst:

Montag, 22. Februar 2010

Das zoologische Rätsel

Gesucht ist ein größeres Insekt, welches auf einem entfernten Planeten lebt. Es gilt als sehr gefährlich, aber es gibt ein bestimmte Möglichkeit ihm zu entkommen, die etwas mit etwas baumwollenen zu tun hat. Beschreiben Sie das Insekt und die Möglichkeit zur Abwehr desselben. Ausserdem hätte ich gerne den genauen Namen im Original.

Tipp 1: In gedruckter Form findet das Wesen erstmals am 12. Oktober 1979 Erwähnung.

Tipp 2: Um die Art des Insekts herauszufinden, kann man sich auch in den frühen 80er Jahren nach dem Namen "Karl" umsehen.

Tipp 3: Suchen Sie eine Trilogie, aber eine mit fünf Teilen.

Tipp 4: Dieses Rätsel ist eines der "besten Adventure-Rätsel aller Zeiten", zumindest sogar das zweitbeste.

Das Geheimnis um das vergessene Rätsel

...folgt, betrachten Sie doch derweil die ausgesuchten Produktinformationen...

Samstag, 20. Februar 2010

Commercial Breakdown

Wie Ihnen vielleicht schon aufgefallen ist, wurde kürzlich ein kommerzielles Werbeangebot auf winterorbit.de installiert. Zweck dieses Angebotes ist es allerdings nicht, Geld zu verdienen. Der Feldversuch ist zeitlich begrenzt und sollte tatsächlich was dabei rumkommen, wovon ich nicht ausgehe, wird der Erlös sinnvoll eingesetzt werden (z.B. Spende an die FDP), das versichere ich hiermit.

Warum also Werbung?
Wie in vorangegangenen Postings schon erwähnt, leben wir in einer kapitalistisch ausgerichteten Gesellschaft. Werbung bietet dem Konsumenten die Möglichkeit, sich über Produkte zu informieren um auf der Basis dieser Informationen dann Kaufentscheidungen fällen zu können.
Konstituierend für eine solche Gesellschaftsform sind dabei aber auch die Ansichten (und die Bereitschaft teilzunehmen) der Konsumenten. Mit anderen Worten: Es ist wichtig, was die Konsumenten über den Kapitalismus denken.

Warum also Werbung auf winterorbit.de?
Wir haben also eine Meinung über den Kapitalismus, das haben wir erkannt. Was aber denkt der Kapitalismus über uns? Um genau das herauszufinden gibt es nun das Werbeprgramm von winterorbit.de. Unser Juniorpartner google.de beschreibt sein GoogleAdSense Programm:

"AdSense für Content-Seiten durchsucht den Content Ihrer Seiten automatisch und stellt Anzeigen bereit, die für die Zielgruppe und den Content Ihrer Website relevant sind. [...] Die Anzeigen sind so gut auf den Content Ihrer Website abgestimmt, dass die Besucher sie als nützlich empfinden."

Was wird der Kapitalismus über winterorbit.de und seine Leser denken? Wird er versuchen, I-Phone zu verkaufen? Reisen nach Schottland? Bücher von Erich Däniken? Wir werden sehen und sind gespannt.

Die Filigranz der Maßen

Ob man will oder wollen will, es tut nichts zur Sache. Einerlei ist der Menschheit ihre Diskrepanz.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Die Medienratte

Gestern Nacht ist sie mir vor die Linse geraten: Eine rote Medienratte. Sie sonnte sich gerade im fahlen Mondlicht und baumelte an ein paar Abflußrohren im Hinterhof eines großen Fernsehsenders.

Dienstag, 16. Februar 2010

Spezial: Das nicht so kulinarische Rätsel

Was ist ein Wursthund?

Entscheidung nach Aktenlage

So der Arbeitstitel eines noch zu drehenden nicht abendfüllenden Spielfilms. Es wird sich um einen Actionthriller im Bürokratenmilieu handeln aber gleichzeitig auch eine sympathische Coming-Of-Age-Komödie sein.

Für das Projekt werden noch Laienschauspieler sowie bürokratisch und actionreich anmutende Locations gesucht. Auch am Drehbuch kann noch mitgearbeitet werden. Bezahlt wird immerhin nicht weniger als nichts, steuerfrei.
Die Bewerbungshotline ist ab sofort freigeschaltet.

Sonntag, 14. Februar 2010

Das Omega-3 Rätsel

Gesucht ist heute ein Fisch. Diesen Fisch gibt es in einer echten und einer unechten Variante. Er gilt bei Fischessern als beliebt und wird in der echten Variante gelegentlich auch in Flockenform angeboten. Namensgleich mit den Fischen ist übrigens auch ein Bausatz, den es in den 70er Jahren gab. Genauer gesagt handelte es sich dabei um eine Karosserie, die sich der Kunde auf die Innereien seines VW-Käfers bauen sollte, damit der dann echt mal sportlicher aussehen sollte. Kostete trotzdem fast 5000 Mark, der Spaß.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Die Ära Wirsing

Wir, die wir aufgewachsen sind in der Ära Kohl, sind erleuchtet. Schwarz-Gelb, das hatte man schonmal, da kennt man sich aus. Immerhin, nach der Wahl, da hat man dann doch gedacht: jetzt bekommt die Jugend endlich mal wieder was zu tun.

Damals, bei uns auf dem Schulhof, da wurden konservative Meinungen nicht vertreten, da wurde noch lautstark kritisiert. Heute heisst es, ist die Jugend leistungsorientiert und karrierebewusst, vermutlich in Abgrenzung zu diesen totgrünen Hippies von vor ein paar Jahren.

Wenn man es sich einfach macht (und das sollte man unbedingt), kann man diesen erneuten Politikwandel auch in dem wiedererstarkten Absatz von Hansa Nulldreiern wiedererkennen. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ich wiederhole: Mein Ehrenwort*, dass der Bundeswehrparka auch noch seine Renaissance feiern wird.

Einzig, die Freude ist getrübt: Ein finsteres Regime soll mit harter Hand regieren, mit dem soll man kein Mitleid haben. Der Vize sollte sich mal ein Beispiel an dem Chef aus Hessen nehmen: Der hat es auf den Schulhof vermutlich auch nicht leicht gehabt, aber wenigstens hat er sich schon gerächt.
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* jaja, der ist geklaut, trotzdem konnte ich nicht anders, ich schwör!

Dienstag, 9. Februar 2010

One Size Fits All

Eine der Aufgaben eines modernen Multimedia-Blogs ist es, den Lesern das zu erklären, was sie für ihre Welt halten. Dem wollen wir von winterorbit.de nur zu gerne nachkommen und widmen uns heute dem Thema "Kopfpauschale", da es hier sicherlich noch Aufklärungsbedarf gibt.

Bei der Kopfpauschale geht es nicht, wie vielleicht vermutet, um die schmutzigen Geschäfte korrupter Mützenmacher, nein, es geht um Vorschläge der seriösen Eigentümergemeinschaft "FDP".

Stellen Sie sich doch bitte einmal vor, sie wären vermögend. Sie würden in einem sehr großen Auto mit vielen Airbags umherfahren, in einer sicheren Gegend leben und ausschließlich gesunde Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau verzehren. Vor Kälte wären Sie geschützt durch modernste Jackentechnologien aus Skandinavien und falls doch einmal etwas passiert, twittern Sie den Notruf über ihr Iphone. Kurz gesagt: Sie leben ziemlich sicher und gesund.

Ist es da nicht eine ausgemachte Sauerei, dass Sie nur aufgrund Ihrer vorhandenen finanziellen Mittel mehr für die Krankenversicherung zahlen sollen als die Geringverdiener, die sich sowieso ständig betrunken gegenseitig verprügeln?

Na klar, und hier kommt der sympathische junge Gesundheitsminister, 17, ins Spiel. Er schlägt eine pauschale Abgabe von 109 Euro pro Bürger vor. Gut, oder? Nicht nur, dass damit der sozialen Gerechtigkeit im Staate genüge getan wäre, nein, auch ließen sich die noch benötigten 20 Milliarden Euro hervorragend mit weitreichenden Steuersenkungen finanzieren, oder so.

Trotzig macht der junge Mann ernst: "Wenn es nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitsversicherungssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben.", sagt er in der Betroffenheitsfernsehsendung "Beckmann", und hat damit teilweise recht.

Sonntag, 7. Februar 2010

Das cineastische Rätsel

Es gab mal einen Typen, der Filme gemacht hat, und zwar hauptsächlich über Aliens und Spinnen und einen südamerikanischen Fluss. Eines schönen Jahres hat er dann einen Film über einen Kerl gedreht, der nicht gerade über sich hinauswächst.
Nach Abschluss der Dreharbeiten beschwerten sich die Produzenten.
Was gefiel ihnen nicht?

Donnerstag, 4. Februar 2010

Wer will nochmal, wer hat noch nicht?

Eine meiner besonderen Fähigkeiten als Scharlatan und Aufschneider ist es, populärwissenschaftliche Sekundärliteratur zu lesen und dann so tun als hätte ich jahrelang nix anderes studiert. So gerade geschehen mit einer Einführung in die Philosophie des berühmten Talkshowgastes Richard David Precht. Ein wirklich interessantes Buch, man kann es lesen, als hätte man es sich selber ausgedacht.

Gestern Nacht habe ich dann einiges über Arthur Schopenhauer (siehe Bild) gelesen. Der erinnert irgendwie an eine Art mittellosen Dagobert Duck, hatte sich aber ein paar ziemlich interessante Gedanken zurechtgelegt:

„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“

Kurz: Vernunft, Bewusstsein, Denken: Alles nett, aber egal. Du kannst dir überlegen was du willst, letztlich wuppt dich dein Wille von hinten und macht was er will. Oder so ähnlich.

"Wenn er meint!" denken Sie jetzt und wenden sich anderen Dingen zu. Zum Beispiel der nächsten Seite: Precht beschreibt jetzt die Versuche von Benjamin Libet aus dem Jahr 1979.
Akte-X Fans aufgepasst: Libet verkabelte ein paar Versuchspersonen an Hand und Hirn und ließ sie auf eine sehr schnell laufende Uhr blicken. Die Probanden sollten nun irgendwann eine Hand bewegen und sich den Zeitpunkt der Entscheidung zur Bewegung anhand der Zeigerstellung der Uhr merken.
Das Ergebnis war toll: Der genaue Zeitpunkt, an dem die Patienten ihre Willensentscheidung verorten, liegt 0,3 Sekunden NACH Aktivierung des Bereitschaftspotentials der Muskeln in der Hand.

Kann man auf der Basis dieser Ergebnisse noch von einem bewusst gesteuerten Willen reden?
Eine plausible oder kreative Antwort ist mir 2 Rätselpunkte wert. Da wir aber, anders als Schopenhauer, in Zeiten der Neuen Medien leben, darf die Antwort 140 Zeichen nicht überschreiten.

Dienstag, 2. Februar 2010

Das Wissen der Anderen - Heute: Laura über Twitter

Winterorbit.de versteht sich als offenes Medium, das Fragen aufwirft, aber auch beantwortet. Dabei agieren wir unabhängig und überparteiisch. Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort, ich wiederhole: Mein Ehrenwort.

Als offenes Medium stellen wir für interessierte Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform dar, auf der Ansichten und Meinungen gezielt verbreitet und/oder bezweifelt werden dürfen.
Angespornt von den Enthüllungen auf winterorbit.de wird nun Premium-Userin Laura (27) ihre Erkenntnisse über das noch relativ neue Webmedium "twitter.com" vertreten:


Die Hasskappe 2.0 - Heute: Twitter

Obwohl schon länger in Aller Munde, war es mir bis heute gelungen nähere Kenntnisse des Onlinedienstes Twitter zu vermeiden. Heute jedoch offenbarte sich mir das ganze Elend und ich frage mich ernsthaft: sind wir noch zu retten? Zugegeben fundiertes Wissen ist, ob der Kürze der Zeit, nicht vorhanden aber wie mir scheint gipfelt in Twitter der social-networking-basierte Schreibdurchfall.
Twitter verbreitet alles was nicht einmal der Stalker wissen möchte, ist der Live-Ticker für das leider nicht abgesagte Spiel der Kreisklasse C. Jeder Müll wird getwittert, alles mit dem Nimbus der Veröffentlichbarkeit versehen. Dinge die, mal ehrlich, angesichts ihrer Belanglosigkeit nicht mal ins Tagebuch geschrieben würden. Weil es nicht mal einen selber morgen noch interessiert. Hirnlos und ungefiltert wird in Satzfragmenten (wenn überhaupt) eine Flut von Sinnfreiheit abgesondert. Kurz: Twitter ist das digitalisierte Tourette-Syndrom für Jedermann!

Montag, 1. Februar 2010

Where Eagles Dare

War gestern auf Fotosafari, dabei ist mir doch tatsächlich ein Adler vor die Linse geraten.