Sonntag, 31. Januar 2010

Das architekturtheoretische Rätsel

Gesucht wird heute ein Gebäude. Geplant und erbaut wurde es von einem mutmaßlich sehr ansehnlichen Architekten, und zwar ab 1839. Innen sind vierzehn Bilder aufgehängt, eines zeigt z.B. eine Nixe. Interessant an dem Gebäude ist sein Standort: Es ist nicht im Ruhrgebiet wie seine zahlreichen Namensvettern.

Tipp: Die Bauzeit des Gebäudes betrug etwa 4 Jahre.

Tipp2: Die Antwort verbirgt sich hinter der Telefonnummer "072213029051"

Freitag, 29. Januar 2010

Lustigkeit

Jetzt mal was anderes: Das dauerhafte Schmähen und herniederwürdigen macht müde. Wenden wir uns den positiveren Seiten unserer Existenz zu. Erzählen wir uns einen Witz.

Der beste oder schlechteste (und damit vieleicht lustigste) wird mit einer Flasche Winterorbit-Bier belohnt (Restauflage: Nur 3 Exemplare - Altersnachweis erforderlich).

Donnerstag, 28. Januar 2010

Der digitale Bilderrahmen

Also zuerst denkt man, fünfhundert Dollar für ein echtes Apple-Produkt. Dann kommt der Agnostiker durch: Ha, denkt man, was soll man mit dem Teil? Neben das Iphone stellen, der Vollständigkeit halber? Vielleicht als digitaler Bilderrahmen? Schwierig, USB hat er ja nicht.

Klug ist Apples Strategie, an jeglicher Software ordentlich abzusahnen und ausserdem sollte man den Nutzer ja auch nicht permanent überfordern wie Microsoft das immer so tut. Open Source? Das ist doch nur was für Demokraten! Zensur bewahrt den Nutzer vor schädlichen Apps!

Irgendwie hätte ich mir das beste Gerät aller Zeiten trotzdem irgendwie, naja, besser vorgestellt. Die Unternehmensstrategie ist allerdings wirklich gut. Vielleicht sollte man Steve Jobs den Afghanistankrieg managen lassen.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Das goldene Kalb

Heute Abend ist es wieder soweit: Die goldenen Kälber des elektronischen Zeitalters werden enthüllt. Millionen willfähriger Nutzer werden Liveticker abschreiben und das System Twitter damit an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit bringen.

Ich dagegen widme mich nach diesem Anflug religiösen Eiferertums wieder anderen Spielereien. Zum Beispiel der gedanklichen Durchdringung des Phänomens "Schnitzelbank".

Dienstag, 26. Januar 2010

Der fantastische Beitrag

In der heutigen Vorlesung geht es um das Thema Werbung. Werbung benutzt man, um ein kapitalistisches System von einem sozialistischen System abzugrenzen. Es lassen sich grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Werbung unterscheiden:

1. Die hinterhältige Anpreisung, die betont natürlich daherkommen soll. So wird vorgegaukelt, normale Personen (wie du und ich), würden bestimmte Produkte aus bestimmten, plausiblen Gründen Bevorzugen. Diese Personen sind erfolgreich in dem was sie tun und profitieren zu einem nicht geringen Anteil von dem Produkt. Schäbig!

2. Die euphemische Präsentation. Hierbei werden Produkte in besonderer Art und Weise dargestellt. So kann es etwa vorkommen, dass auf einem Bootssteg aus Holz eine etwa 2,5 Meter hohe Dose Mais steht, in strahlendem Sonnenschein versteht sich. Diese Art der Werbung ist zu begrüßen, da sich nur Kaufempfelungen auf der Basis einer gesunden Übertreibung ausspricht, nicht aber versucht manipulativ zu psychologisieren.
Natürlich bleibt die Frage nach der Körnergröße bestehen, wird aber - quid pro quo - an die Konsumgruppe weitergereicht: Was man auch macht, man sollte es in großen Dosen zu sich nehmen.

Montag, 25. Januar 2010

Im Netz der digitalen Kanarienvögel

Es wird Zeit für ein Resümee: Seit geraumer Zeit bin ich dem sogenannt "sozialen" Netzwerk "twitter.com" aktiv. Was hat es mir eingebracht? 4 Freund, 4 Follower und die Erkenntnis, dass auch ein "soziales" Netzwerk ökonomisch funktioniert.

Es lässt sich festhalten, dass man aus zwei Gründen Mitglied bei twitter werden kann:

1. Man hat das System nicht richtig verstanden, aber davon gehört, dass man über Twitter Leute auf seine Homepage oder sein Blog locken kann. Zu dieser Gruppe zähle ich mich.

2. Man hat das System nicht richtig verstanden, glaubt aber, mit twitter eine Möglichkeit der Kommunikation gefunden zu haben. Dieser Glaube entspringt dabei der Medienpropaganda, nicht aber der Empfehlung von realen Personen.

In beiden Fällen soll etwas verkauft werden, entweder Werbung für die eigene Webseite in Form von Hyperlinks (hihi) oder Werbung für die eigene Person in Form von mehr oder meistens minder interessanten Aussagen über Apple-Produkte.

Überhaupt fällt auf: Man twittert in der Regel nicht mit bekannten Personen (die man persönlich kennt und oder schonmal angefasst hätte) sondern mit anderen Twitterern. Dabei werden Informationsfragmente ausgetauscht, aber nicht nicht kommuniziert. Man könnte sagen: Bevor über twitter ein sinnvoller Gedankenaustausch stattfindet, hat man auf einer LAN-Party eine Freundin gefunden.

Allein, es bleibt die Erkenntnis: Twitterer vom Typus "I" sind medienkompetent, Twitterer vom Typus "II" haben in diesem Bereich Nachholbedarf. Zum Abschluss ein Tipp: Garnieren sie *jeden* Tweet (=twitter-nachricht), mit dem Verweise "#iphone" und sie werden NEUE FREUNDE finden.

Sonntag, 24. Januar 2010

Das FDP-Rätsel

Nach einer Woche Schreibblockade mache ich direkt mit dem nächsten Rätsel weiter. In den nächsten Tagen wird es aber sicherlich wieder einige neue Beiträge geben.

Es gibt einen Feiertag, der Mitte März begangen wurde, in einer Stadt mit beachtlicher Geschichte. Gefeiert wird zu Ehren eines jungen Gottes. Obwohl beide Eltern bekannt und ebenfalls göttlich sind, scheinen sie doch bei der Erziehung versagt zu haben.

Wie heißt der Gott und was ist seine besondere Fähigkeit?

Sonntag, 17. Januar 2010

Das Fußballspielerrätsel

Gesucht ist ein Fußballspielerprofi, dessen Name annähernd einem beliebten Fast-Food Gericht ähnelt, aber umgekehrt (Nachnahme=Hauptbestandteil).
Bestimmte Personen sind von diesem Rätsel ausgeschlossen, die wissen aber Bescheid.

Tipp: Das beliebte Fast-Food Gericht ist besonders in einem Land mit ca. 10.6 Millionen Einwohnern beliebt. Der Zusatz ist gleichnamig eines Dorfes am Stewart River in der nähe des Yukon. Die gesuchte Antwort ist eine phonetische Albernheit.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Sozialer Tunnelblick in den Spiegel

Hermann hat schon recht, man muss das Kind beim Namen nennen, auch wenn es hässlich ist.
Bei dem Buch handelt es sich um den Titel "Lohas: Bewusst grün - alles über die neuen Lebenswelten" von Anja Kirig und Eike Wenzel. Genau so schlimm ist aber auch die Webseite www.lohas.de (man beachte die Beiträge zwischen den farbenfrohen Werbeanzeigen).
Sieht alles irgendwie aus, als ob damit prima Geld verdient wird.
Nur für den Fall, dass sich ein Leser von winterorbit.de mal selber ein Bild machen möchte.

Ganz schön wütend, der Beitrag von gestern, was? Geht aber auch nicht anders, es läuft mir einfach kalt den Rücken runter, wenn ich so einen Unsinn lesen muss.
Es folgt ein kurzer Versuch, die an die Wand gemalte Lohas-Kultur noch einmal mit eigenen Worten zusammenzufassen.

  • Man kann die Welt retten, indem man die richtigen Produkte kauft.
  • Eine positive Grundhaltung zu Industrie und Marketing ist ein Garant für soziale Anerkennung.
  • Mit den richtigen Produkten grenzt man sich positiv von Menschen ab, die die Welt nicht retten wollen.
  • Gesunde Lebensmittel haben einen positiven Nutzen für denjenigen, der sie verzehrt; der Anbau von Bio-Nahrungsmittel ist daher zu unterstützen.
  • Wenn die Welt gerettet ist, ergeben sich dadurch persönliche Vorteile.
  • Grenzenloser Konsum erhöht somit nicht nur den sozialen, sondern auch den moralischen Status des Konsumenten.
So in etwa kann man die Lohas-Kultur wohl zusammenfassen. Klingt doch supertoll. Ich hätte auch gleich noch ein paar Vorschläge:

  • Wir kaufen uns ein billiges Land in Afrika um dort günstig Bio-Südfrüchte zu produzieren.
  • Wir verschenken Bio-Suppenwürfel an Armenküchen, damit die Leute dort auch zufriedener mit sich werden.
  • Wir schaffen die zweite Klasse in Flugzeugen ab. So lässt sich CO² einsparen und die anstrengenden Flugreisen werden auch viel angenehmer. Auf den Urlaubsfotos sind dann auch weniger Pauschaltouristen vor den Tempelanlagen zu sehen.
Weitere Vorschläge? Diskussionsanmerkungen?

Dienstag, 12. Januar 2010

Die linken Technologien der moralischen Hedonisten

Das Buch über die Lohas ist schlicht und ergreifend ekelhaft und abstoßend. Glaubt man den Autoren, dann ist stellt Apple (der Firma wird ein eigenes Kapitel gwidmet) "linke Technologien" her und prägte den "digitalen Lebensstil" mit ihrem iPod.
Das steht da wirklich so drin. Linke Technologien. Vielleicht sollte ich Apple mal was spenden, damit sie weiter gutes tun können.

Der Bastard aus grünem Bessergewissen und neoliberaler Konsumgeilheit ist ein Lohas'er.
Ernst genommen wird der Leser nicht, jedenfalls nicht von den Autoren, scheint es. Zu einfach wirken die Botschaften und Verhaltensaufforderungen, zu offensichtlich die Kaufanreize. Wer Wolfskin trägt und Bionade säuft ist nicht nur cool, sondern auch moralisch ganz weit vorne. So einfach ist das. Auf jeder Seite ein "gutes" Produkt. Wer die Welt rettet, muss sich doch auch mal was gönnen dürfen.

Sonntag, 10. Januar 2010

Das Kapitänsrätsel

Es geht diesmal um einen Erzfrachter, der unter panamaischer Flagge fährt. Diese Schiff war allerdings nicht immer ein Erzfrachter, es hatte vorher auch andere Jobs. So war es z.B. von 2000 bis 2008 eher mediterran unterwegs. In einem bestimmten Bundesstaat (und drum herum) hat das Schiff quasi Lokalverbot, und zwar schon seit 1990. Das Schiff ist über 300 Meter lang und sein Leergewicht entspricht ziemlich exakt der Obergrenze für die private Lagerhaltung von Butter. Wie heißt die Frau des ehemaligen Kapitäns?

Samstag, 9. Januar 2010

Eylmeldung aus der City

Befinde mich gerade in der Stadtbücherei. Vor mir das Buch "Lohas - alles über die neuen Lebenswelten"
Auf dem Cover ist ein Iphone abgebildet. Ich bin gleichzeitig stinksauer über dieses Meisterstück der idiotischen Kunst und hocherfreut über Material für Wochen. Nicht weit entfernt steht übrigens "Pop Life" von Herr Mensing. Überlege, ob ich es signieren lassen sollte.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Visionen der Apocalypse I

Chinesische Investoren kaufen den Computerhersteller Apple und bringen ihm damit einen irreperablen Imageschaden bei. Millionen aufgebrachte Geeks und Nerds entfesseln daraufhin den dritten Weltkrieg, aus dem zunächst Google als Gewinner hervorgeht. Die neue totalitäre Weltordnung wird aber bald durch eine Revolution von ganz unten ersetzt: Der digitale Untergrund twittert. Das Ende des Informationszeitalters stellt auch seine größte Ausdehnung dar: Den Rezipienten gibt es nicht mehr, der Begriff "Information" ist obsolet geworden.

Poker MMX - Der Film

Neben Twitter gibt es noch eine ganze Reihe anderer Modeerscheinungen, an denen man partizipieren muss, um auf dem Schulhof nicht von Rowdys verprügelt zu werden.
Eine davon ist das sogenannte Pokerspiel.

Im Rahmen der oszillatorTV-Initiative unter der Schirmherrschaft der winterorbit.de-Organisation ist nun eine Dokumentation über diesen Sport erschienen. Dabei galt wie immer: Ästhetik über Qualität, Form über Inhalt und Technik über Talent.
Wir wünschen Ihnen ausgesprochen viel Spaß mit diesem Machwerk und empfehlen den Genuß in HQ und FullScreen.

Dienstag, 5. Januar 2010

Fir-le-Fans

Fir-Le-Fans ist nicht etwa eine Stadt im Rhone-Tal, sondern - wie könnte es anders sein - eine Umschreiung mediengemachten Täterätätentums. Kurz ausgedrückt bedeutet es auch: Ich bin jetzt bei twitter aktiv.

Habe mir einen Account zuweisen lassen.
Habe mich mitreissen lassen.
Bin gierig geworden.
Habe Prinzipien nicht mehr so ernst genommen.
Hatte Ravioli zu Mittag gehabt.

Trotzdem: Der Widerstand geht weiter.
Wenn Sie wollen, dürfen Sie mir jetzt folgen, auf twitter. Aber erwarten Sie Um Himmels Willen nicht zu viel. Sie können auch einen formlosen Antrag auf Verfolgung stellen, dann würde ich ggf. Ihnen folgen (auf twitter).

Sonntag, 3. Januar 2010

Ungelöst: Das mathematisch-informatische Rätsel

Finden Sie heraus, was der Unterschied zwischen zwischen binär und dual ist. Beweisen Sie danach nicht den Satz des Pythagoras mit eigenen Worten. Verwenden Sie dabei auf keinen Fall die Umschreibungen "gigantisch" oder "minimal" und fügen Sie sich auch keine Skizze zu.

Samstag, 2. Januar 2010

Pentium MMX

Herzlich Willkommen im neuen Jahrzehnt! Winterorbit.de steckt immer noch im alten Gewand und der Betrieb geht gewohnt ausgenüchtert weiter. Wir werden uns allerdings eine extra Portion Struktur in die Suppe schnibbeln:

Ab sofort gilt die "winterorbit.de-3 Tage-ein Beitrag-minimum-Guarantie"

Darüber hinaus (was wirklich nur noch ganz knapp möglich ist), wird der Rätselkultur Vorschub geleistet: Pünktlich an jedem Wochenende (das bedeutet: Freitag, Samstag oder Sonntag) wird ein neues Rätsel veröffentlicht.

Warum wir das alles machen? Die Antwort ist so einfach: Imperialismus. Wir wollen noch mehr. Mehr Leser, mehr Klicks, mehr Länder, mehr anything.
Also: Geben Sie etwas zurück, bleiben Sie uns treu, lesen Sie weniger fremd und empfehlen Sie uns weiter. Wir würden es auch tun, wenn wir Sie wären.