Montag, 31. August 2009

Der Rauhaardackel von Jean-Luc Picard

"Guck nicht so viel Fernsehen!" sagen immer alle.
"Achja? Kommaher!" sag ich dazu und schalte einen David Lynch Film ein. Großartig, der Unsinn.

Das maritime BWL-Rätsel

Nennen sie 12 Hansestädte mit den dazugehörigen KFZ-Kennzeichen.

Das norddeutsche Rätsel mit Astronomie- und Früher-Bezug

Gesucht ist hier der Zeitpunkt, an dem die Sonne aufging, und zwar da, wo der berühmte Gitarrist mit der oftmals brennenden Fender-Gitarre am Vorabend sein letztes Konzert gegeben hatte.

Sonntag, 30. August 2009

Nachtrag zum Wahltag

Habe heute gewählt. Meine Stimme hat wie gewöhnlich die Bewerberin mit dem lustigsten Namen bekommen. Ein Glück, dass Dr. Hasenjürgen bei den Grünen ist.

Samstag, 29. August 2009

Politik im Schnellvorlauf

c:\Wahlwerbung\Kommunalwahl\Lieblingsplakate\

Der rotbebackte CDU-Kandidat für den Bezirk "Schloß" stellt auf seinem Plakat seine Inhalte vor.
"Sicherheit und Ordnung" will er schaffen, dieser irgendwie konservativ wirkende Anzugträger.
Klar, denkt man da, das Schloßviertel ist ein gefährlicher Ort, an Sicherheit und vor allem an Ordnung, ja richtiger Ordnung, daran mangelt es hier. Wäre ich 50 Jahre älter, ich würde ihn vielleicht wählen.

Auch ganz humorvoll ist das Angebot der FDP-Oberklassekandidatin.
Sie wird nicht müde, sich selber als "kompetent. verlässlich. engagiert." anzupreisen.
Mal im Ernst: Jemandem, der es für nötig erachtet, so auf seine Persönlichkeitsmerkmale hinzuweisen, dem kann man doch nicht trauen.
Die Bildüberschrift "Auf uns ist Verlass" wirkt dann auch irgendwie aufdringlich. Man denkt direkt "mir doch egal" oder "ja toll, aber ich geh jetzt Schuhe kaufen".
Da kann man ja gleich mit dem Spruch werben "Wir lügen nicht", und das lügen schreibt man dann fett, etwa so: LÜGEN.
Für kompetent halte ich mich übrigens auch.

Freitag, 28. August 2009

Das erste Leserrätsel der Welt

Gesucht wird ein Leichtathlet, der bereits seit über 30 Jahren nicht mehr unter uns weilt. Der US-Amerikaner gewann olympisches Silber in einer Mannschaftsdisziplin, die bedauerlicherweise heute nicht mehr olympisch ist. Er teilt sowohl Vor- als auch Nachnamen mit einem deutschen Ingenieur, der zwar auch schon das Zeitliche gesegnet hat, jedoch stellt die von ihm gegründete Firma heute noch fleißig Hauhaltsgeräte her.

Vielen Dank an Pete für diese tolle Rätsel.

Mittwoch, 26. August 2009

Gescheitert: Die Zitaterakete Re-Visited

Leute, kommentarmäßig ist momentan eher weniger los. Das muss sich jetzt aber mal ändern.
Ich lobe hiermit einen Rätselpunkt pro 2 Kommentaren zu diesem Beitrag aus. Die Kommentare sind nach Möglichkeit mit sinnvollen Zitaten oder Quellenangaben zu vorangegangenen Zitaten zu füllen. Weitere drei (in Worten: 3) Punkte gibt es für den letzen Kommentar!

Nachtrag: Die Zitaterakete zündet nicht richtig. Daher werde ich für den Letztkommentierer einen neuen, verbesserten Preis ausloben: Den Schatz meiner Fast-Food-Absurditäten-Sammlung:

"The Full Monty"

Ein echtes britisches Frühstück (Würstchen, Bohnen, Pilze, Kartoffelkram, etc.), alles zusammen in einer handlichen Dose. Ein wahrer Schatz der abendländischen Kultur, die Essenz der Begriffe Menschheit und Zivilisation, eingeengt in einen wundervollen Behälter.

Dienstag, 25. August 2009

Dresscode: Firlefanz

Gestern war Matthäus in der Stadt und hat an den Aaseeterrassen zu seinem Volk gesprochen. Ich war leider nicht da, hatte wichtigeres zu tun. An den Aaseeterrassen sind ja sowieso nur die ganz Reichen zugelassen, und ohne Musikhalle müssen die da jetzt halt draußen sitzen, da beisst die Maus kein Faden ab.

Aber zu was anderem:
Habe über das Design von Kleidung nachgedacht. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie viele Leute in T-Shirts rumlaufen, auf denen Aufschriften wie "Sailing 1987" oder "San Francisco Garage" angebracht sind? Wie kommt sowas?
Ist diesen Menschen nicht klar, dass irgend ein Industriemodedesigner damit für sie wichtige Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Persönlichkeit übernimmt?
Wenn die Kleidung irgendwas signalisieren würde (z.B. Reichtum), das wäre doch schonmal etwas, aber diese Aufdrucke signalisieren doch nur die blanke Akzeptanz der ideenlosen Durchschnittlichkeit. Schrecklich, Schrecklich, Oberschrecklich.

Freitag, 21. August 2009

Im Zentrum der Macht

War gestern in der Stadt, um mir mit einem Kollegen den Auftritt von Ronald Pofalla auf dem Domplatz anzusehen. Während ich vor der Post wartete, fuhren mehrere schwarze Limousinen an mir vorbei und keine 3 Meter entfernt stieg plötzlich die Bundeskanzlerin aus einem der Wagen.
Erhaben wirkte sie, irgendwie bronzefarben und dicker als im Fernsehen.
Ich hatte kaum Zeit, die Hände in die Luft zu reißen und "Hurra!" zu brüllen, da war sie auch schon in der Menge verschwunden.
Der Auftritt von Pofalla war dann aber auch noch sehr gut. Dieser affektiert-näselnde Singsang ist einfach einmalig, ganz so, als ob ein Waschbär reden könnte.

Mittwoch, 19. August 2009

Das Frank-Elstner-Kontinuum

Aus der Rubrik "Perlen der Wikipedia":
Kennen sie Frank Elstner? Na klar kennen sie Frank Elstner.
Aber: Frank Elstner ist nicht der, der er zu sein scheint (nämlich Frank Elstner).

Genau genommen heisst Frank Elstner nämlich Timm Elstner. Er musste seinen Namen aber ändern, als er eine Radiosendung moderieren sollte, in der der andere Moderator Tom hieß.
Timm
und Tom ging wohl nicht.

Was macht einer wie Timm Elstner in so einem Moment? Er sucht sich einen anderen Namen.
Und zwar welchen? Klar, den Namen "Frank", denn so heißt ja auch sein Bruder.
Eine eigenartige Vorstellung, was? Nimmt den Namen es Bruders an und wird damit berühmt. Ich finds großartig.

Dienstag, 18. August 2009

Microsoft Hartz 4.0

Habe noch etwas weitergelesen: Maschinen haben die Jobs der meisten Menschen zerstört. Nur noch eine kleine Minderheit von Ingenieuren und Managern arbeitet. Oha. Droht uns selbiges?

Ich meine, der Einzelhandel wird auf lange Sicht sicher nicht unbedingt davon profitieren, dass man Produkte in Onlineshops kauft, die durch schiere Masse mit niedrigsten Gewinnmargen arbeiten können.

Gerade kommt mir auch der Gedanke, dass Programmierer, die Open-Source Software schreiben (was sicherlich sehr nett ist), andererseits aber auch die arme Softwarebranche schädigen. Stellen Sie sich das doch mal vor: OpenOffice setzt sich endgültig durch und Microsoft ist zu Massenentlassungen gezwungen. Wo soll man diese Leute denn bitteschön hinvermitteln?

In Vonneguts Dystopie wird das Problem beseitigt, indem die Menschen bei der Armee oder im Straßenbau arbeiten. Freiwillig natürlich.
Ich frage Sie, kann DAS wirklich eine Lösung sein?

Sonntag, 16. August 2009

Das philosophische Rätsel

Es geht um die Persiflage einer philosophischen Idee, dargestellt anhand der Ansichten einer Milbe in einem Hochhaus aus Käse.
Was sagt die philosophische Idee über unsere Welt?
Der Autor der Persiflage betrieb übrigens eine Art Boulevardjournalismus am Hof in Wien und verlegte diverse Zeitschriften.

Tipp: Vielleicht hilft die Google-Büchersuche ja weiter. Die Milbe führt übrigens keinen Dialog, sie redet alleine.

Nullbeschäftigung

Habe das erste Kapitel von "Player Piano" gelesen. Vonnegut beschreibt eine Welt, in der die technische Entwicklung (sprich: Maschinen) menschliche Arbeitskraft überflüssig gemacht haben. Das Buch ist von 1952 und in einigen Punkten scheint es die hiesige Realität (aktuell: 2009) doch ganz gut wiederzuspiegeln: Drastisch ausgedrückt baumelt Tante Emma schon seit einiger Zeit vom Apfelbaum. Andererseits spielt hiesige industrielle Produktion im Kurzwarenbereich doch schon seit Jahrzehnten keine wesentliche Rolle mehr. Wo bleibt der Chinese bei Vonnegut? Und der Dienstleistungsbereich?
Ich bin gespannt und erst auf Seite 25.
Wenn sie wollen, dürfen sie den Gedanken der Nullbeschäftigung aber auch einmal mit dem Gedanken der Vollbeschäftigung vergleichen, der ja derzeit wieder ziemlich en vogue ist.

Samstag, 15. August 2009

Die gepflegte Endzeitstimmung

Hermann hat mir freundlicherweise das komplette Werk von Kurt Vonnegut sowie etwas Bradbury und Wolfe überverantwortet, danke nochmal von dieser Stelle aus.
Vonnegut, US-Amerikaner mit Wurzeln im Münsterland, schrieb laut Wikipedia mit "Players Piano" eine der wichtigsten Dystopien.

"Dystopien?" dachte ich, "geiles Wort, aber was bedeutet es?"

Die Wictionary antwortete: "Dystopie: [1] das Gegenteil von Utopie; eine Geschichte, die in einer fiktiven Gesellschaft spielt, die sich zum Negativen entwickelt hat, auch: (literarische) Endzeit"

"Supergeile Sache!" dachte ich da wieder, "Thematisch gesehen kann ich das in meinem Blog 'Im Winterorbit' verwenden und z.B. in einen Zusammenhang mit den neuen Medien und etwa den Ansichten von Hartmut von H. stellen!"

Dazu lege ich mich jetzt erstmal auf den Balkon und sehe mir an, was der gute Kurt vor gut 50 Jahren über die Zukunft wusste. Dazu mache ich mir ein Jever Fun auf.

Jever "Fun"

Da steckt auch schon eine Menge Endzeit drin.

Hinweisung VI

Das Mittagessen ist der Anfang vom Untergang der Abendessenkultur.

Donnerstag, 13. August 2009

Die 14 Tage von Achnasheen

Ein Bett und eine warme Dusche - mehr braucht der Mensch nicht um sauber zu schlafen. Die Reise ist gereist und ich bin wieder zu Hause.

Es war ein interessanter Trip in eine ganz eine andere Kultur. In der Fußgängerzone von Inverness spielte beispielsweise eine Indio-Band. Mich brachte das auf eine Frage: Wenn schon im kleinen Inverness, der entlegenen Hauptstadt der schottischen Highlands, eine Indio-Band spielt, wie viele dieser Musikgruppen müssen dann in Chile oder Peru unterwegs sein? Abermillionen?

Ein weiteres Highlight war das 5Gum "Wrigleys Cobalt", einer dritten, wohl nur in GB erhältlichen Sorte des besten Produkts der Welt, sie erinnern sich sicher. Überhaupt: "Cobalt"
Das ist doch genial, Industrie- und Popkultur in gekonnter Weise vermischt. Oder sollte man sagen besser sagen "zerkaut"?

Heimgekehrt stehe ich nun vor Veränderungen - wer micht kennt weiß, dass ich Veränderungen nicht mag, seien sie politisch, sozial oder proprietär - Der Dönerladen (schottisch übrigens "Donner Kebab") hat jetzt statt einem Durchgang zur Toilette eine solide Wand. Gleichzeitig wurden an der Fleischtheke des Supermarkts Schwingtüren installiert.

Aber es gibt auch erfreuliche Meldungen: Die deutsche Mondmission. Die finde ich angesichts der bevorstehenden Wahlen gut und begrüße so viel Mut zum Untergang.

Aber zurück zum hiesigen Tagesgeschehen: Winterorbit.de plant einen Comic über einen tierischen Superhelden.
Arbeitstitel: "Kampfhündin Galaktika"

Mittwoch, 12. August 2009

Ship Ahoi! - Das winterorbit.de Reisemagazin

Sitze gerade in der "Columbus Bar" an Bord der "King of Scandinavia"
Wir fahren unter dänischer Flagge und der Kellner heißt Rolando. In der Kabine fließen 220 Volt und die Engländer sind tätowiert. Morgen gehts weiter, von Zuhause aus, da gibts auch wieder mehr und neue Medien, im Wlan finde ich hier nur den Acer Beamer.
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Nachtrag: Konnte den Beitrag gestern aufgrund von Medien nicht senden, deshalb hier mit Verspätung. Heute spielt übrigens England gegen Holland in Amsterdam. Ratet mal, wie die englischen Fans da hingekommen sind...
Morgen geht der reguläre winterorbit.de Betrieb weiter, ausgeruht und mit noch mehr aufregendem Content.

Sonntag, 9. August 2009

Harry Potter und das Schwein aus Eisen (das dampft)

Habe gerade meinen Kommunikator mit einem Kurbel-Device geladen um diese Meldung zu verbreiten.

Gerade ist an unserem Zelt der Zug vorbeigefahren, der auch in dem Fantasy-Film "Harry Potter" zu sehen ist. Nach meiner Berechnung könnten wir damit eventuell in etwaigigen Fortsetzungen des Films zu sehen sein.
Oder dieser Potter ist hier, das könnte auch sein. Er ist ja eine prominente Person, vielleicht versteckt er sich in der Wildnis vor seinem weltlichen Ruhm.

Earl Radiccio and the Four Toppings

Sitzen ziemlich in der Wildnis, irgendwo zwischen Airisaig, Mallaig und dem Loch Morar. Komme auf dumme Gedanken. Will z.B. eine Band gründen, die TRADITIONELLE Musik macht. Wer macht mit?

Donnerstag, 6. August 2009

Hundert Tage im Winterorbit

Vor genau einhundert Tagen wurde das Experiment Winterorbit gestartet. Jetzt sitze ich an einer schottischen Bucht mit Blick auf einen Tafelberg und behandle das Medium prioritär. Von etwaigen politischen oder sozialen oder multimedialen Events bin ich völlig abgeschnitten, dafür verfügen wir über frische Jacobsmuscheln.
Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich die Migration auf Papier vorantreiben und das Projekt so auf einem anderen Level zu Handhaben versuchen.
Bis dahin danke ich allen Lesern für ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und verschwinde wieder in die Wildnis des Camperdaseins.

Mittwoch, 5. August 2009

Isle of Skye und die Mücken

"Jaja" habe ich immer gesagt, "jaja, Mücken" und dann habe ich mein Gegenüber mitleidig angesehen. Aus eigener Erfahrung kann ich jetzt allerdings sagen, dass JEGLICHE Horrormeldung über die Mücken in Schottland nicht nur wahr, sondern auch noch weit untertrieben ist. Ich habe alleine an der rechten Hand über 40 Beweise dafür. Es ist wie in einem guten Horrorfilm: Es fängt ganz harmlos an, aber plötzlich bist du von einem riesigen Schwarm mitleidsloser Insekten umgeben. Die Gegend ist aber trotzdem sehr schön hier, besonders wenn es ordentlich stürmt und zur Sicherheit noch derbe regnet.