Donnerstag, 30. April 2009

The Day after

Wurde gestern im Rahmen der Feierlichkeiten bzgl. der Neueröffnung noch ein Grundgerüst der guten Laune gezimmert, so tritt heute die Ernüchterung ein.

Was soll das alles hier eigentlich?

Ist sein Qualitätsorgan vielleicht entzündet?
Ist seine Hemmschwelle deutlich abgenutzt?

Hiermit lobe ich einen Preis für denjenigen aus, der eine sinnvolle Erklärung für diesen ganzen Unsinn findet.

Achja: Man darf sich nicht mit der Schweinegrippe identifizieren.

Mittwoch, 29. April 2009

In medias res

"Fußball im Fernsehen? Das ist doch wie Börse im Zweiten!" höre ich mich sagen, und ergänze still: Tennis auf der Wii ist wie der Banker vor dem Aufschlag.
Kann man letztlich alles vergessen.

Neue Medien und New Economy und so, alles unheilige Allianz.

Im so gennanten "Real Life" dagegen ist wieder alles andersrum. Während man sich im Stadion an den tüchtigen Darbietungen erfreuen will, greifen andere verstärkt zu den klassischen Medien (z.B. Faustschlag).

Die Gegenwartskultur von gestern

Sie kennen es doch auch: Das, was gestern noch trendy und hip war, ist heute schon altbacken und illegal. So war es in den Siebzigern mit der Lavalampe (drüben: Ladalampe) und so wird es zweifelsohne auch mit dem Internet sein.

Eines darf man dabei nicht vergessen: Die Evolution der Kultur lässt nicht selten verbrannte Erde hinter sich zurück, wenn man nicht rechtzeitig den Nothalt betätigt. Beispiele: Heavy Metal, Weihnachten.

Sollte man sich in diesem Zusammenhang nicht überlegen, das Medium mal in Würde zu liquidieren?
Einfach mal wieder einen Brief schreiben? Freunde treffen? Im Wald ein Nickerchen machen oder den Eichhörnchen beim Einkaufen zusehen?

Ich meine: Nein.

Dieser falsche Fisch

Im Zuge der gefährlich voranschreitenden Liberalisierung breiter Gesallschaftsbereiche fordern anerkannte Zooolosoziologen immer häufiger das "Wahlrecht für Primaten". Dass anerkannte Aquazoologen jemals ein "Walrecht für Norweger" gefordert hätten, ist dagegen nicht bekannt.

Würde man diese Forderungen diametral verknüpfen, würde dieses einerseits die Demokratisierung das skandinavischen Schwellenlandes entscheidend vorantreiben, andererseits könnte man prima mit den angeborenen carnivoren Verhaltensweisen diverser Affenarten argumentieren.

Damit die dritte beteiligte Gruppe nicht zu kurz kommt, wäre ein passives Wahlrecht für die Meeressäuger möglicherweise eine Lösung.

Im Funkloch der neuen Medien

In pseudowisschenschaftlichen Studien (n=0) gehe ich manchmal davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der sich in einem Haushalt befindlichen Fernsehgeräte und der Anzahl der im Haushalt wohnenden Personen besteht. Natürlich ist dabei das formale Einkommen der Personen zu beachten, da Fernseher immer noch recht teuer sind.

Ausgehend von der moderneren Sichtweise ("was macht der Mensch mit den Medien?"), weg von dem bewahrpädagogischen Ansatz ("was machen die Medien aus dem Menschen?"), kann man nun zwei Schlüsse ziehen:

1) Die Menschen gucken sehr viel Fernsehen.

2) Diese Beziehung beruht nicht auf Gegenseitigkeit.

Bezieht man dieses auf die elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, ergibt sich ein völlig anderes Bild:

1) Die Menschen nutzen diese Medien ebenfalls gerne und ausgiebig.

2) Diese Beziehung beruht auf Gegenseitig.

"Halt auf!", könnten sie jetzt sagen, "wo ist denn da der kausale Zusammenhang?" und ich würde ihnen Recht geben.

Die Semantik des Weblog

In Reminiszenz an den großen Douglas Adams, der einst die wahre Funktion des Videorekorders erkannte, soll hier nun die Bedeutung des Blogs erkannt werden.

Weder geht es um Kommunikation oder Information. Auch Allmachtsphantasien oder Zwang spielen keine Rolle.

Die wahre Funktion des Blogs ist es, dem Beitrag den Nimbus des Unausgesprochenen zu nehmen.

Mensch-Maschine Integration

Es ist keinesfalls sinnvoll, aus elekronischen Bauteilen und acht TK-Hänchenschenkeln eine kybernetische Spinne zu bauen. Schon aus ethisch-moralischen Erwägungen ist alleine der Gedanke an solches verwerflich.

Trotzdem wird in Zukunft vermehrt die Frage aufkommen, ob, und in welchen Bereichen die menschliche Anatomie technisch zum Erreichen von reflektierten Zielen verbessert werden kann.

So könnte etwa eine Verlängerung des einen Armes bei einer gleichzeitigen Vergrößerung der gegenüberliegenden Hand zu einem erleichterten Aufnehmen, etwa von Strandgut, und einer verbesserten Kennzeichnung des Fundes gegenüber Dritten (durch Winken) führen.

Ethisch-moralisch wären hier sicherlich keine Einwände zu erheben, faktisch wird die Umsetzung aus finanziellen Gründen aber eher selten stattfinden.

Die nahe Zukunft war erst der Anfang

Von oben betrachtet, macht die Erde einen nahezu ausgeglichenen Eindruck. Ähnliches hätte vermutlich Johannes Kepler gedacht, wenn er im 17. Jahrhundert die Möglichkeit gehabt hätte, sich selber beim Arbeiten zuzusehen.

Wenn man sich in der vorteilhaften Position befindet, von oben auf sich selber und seine Umgebung blicken zu können, kann einem neben dem schieren Ausmaß der Sache auch der Detailreichtum offenbar werden.

Die Natur ist komplex, aber auch kompliziert. Ebenso verhält es sich mit zahllosen Denkleistungen, zu denen zahllose Menschen noch in der Lage sein werden.

Von diesen Denkleistungen soll an dieser Stelle berichtet werden.