Mittwoch, 30. Dezember 2009

Das Günter-Wallraff-Kostüm

Manchmal hat die Verbindung von Unterhaltung und Entspannung einen Namen. Dieser lautet aber nicht, wie schnell mal vermutet, "Karo Kaffee", "Vernell" oder "IEE-1394" sondern, so einfach wie einfältig: Bulewarjornalismus.

Der meistgelesen Artikel auf der entsprechenden WEbseite gestern war "Nackt-Skandal - Lesben-Sex in Saarbrücker Disco". Sehr skandalös! Danach folgte aber schon ein eher ernstes Thema: Eine der Hauptschlagzeilen des Tages beschäftigte sich mit einem unglaublichen Skandal: Der Verschwendung von GEZ-Gebühren!

Es gibt viel zu viele öffentlich-rechtliche Sender, die keiner braucht. "BILD.de-Leser sind sauer", heisst es da zurecht. Fakt ist doch, dass diese Kulturmafia um arte, 3sat und Konsorten doch die wirklich interessanten Sender ,i.e. "rtl-food", verhindern. Und wer bleibt wieder auf der Strecke? Der kleine Mann auf der Straße, während Die Da Oben schäbig lachen und sowieso nur Bücher lesen.

So sehen es jedenfalls die Kommentatoren des Artikels. Und hier findet das richtiggehende Amusement statt. Schnell stellt man fest: Der Bild.de-Leser (und in dem Fall: auch Schreiber) ist nicht nur sauer, sondern auch ziemlich ausdrucksfreudig. Dagegen können die Bild-Autoren nicht anschreiben, so gut ausgebildet sie in ihrem Metier auch sein mögen. Wahre Lyrik schreibt eben doch der neoliberale Zeitgeist, manchmal eben auch in Form des Bildlesers.

Ein umfassender und verlässlicher Einblick in die emotionale Welt verschiedenster Bevölkerungsgruppen ist nach Meinung von winterorbit.de derzeit ausschließlich über die Rezeption von Kommentarfunktionen möglich.

Das oben genannte Verfahren funktioniert übrigens auch einwandfrei auf den einschlägigen Verschwörungstheoretiker-Seiten. Zum Einstieg empfiehlt sich die Seite "Alles Schall und Rauch", auf einen Link wird hier allerdings aus Sicherheitsgründen verzichtet.

Ich verkleide mich jedenfalls jetzt als Günter Wallraff und bewerbe mich bei der taz.
Schöne Grüße und einen guten Rutsch ins nächste Jahrzehnt.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Hasskappe MMIX

Es ist Weihnachten! Um der allerorten vorherrschenden, besinnungslosen Freude mal etwas entgegenzuwirken, habe ich mir eine neue Rubrik ausgedacht: Die Hasskappe.
In Anlehnung an die vor einiger Zeit erstellte "Liste von Personen und Dingen, die Scheisse sind", können hier nun Dinge, Personen und Sachverhalte denunziert werden, sofern sie Scheisse sind.
Weitere Listeneinträge werden auf Zuruf ergänzt!

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  • Personen die meinen, ihren Smart quer einparken zu müssen und sich deshalb besonders klug vorkommen.
  • Nachhaltigkeit
  • Die Verantwortlichen (Dschungelcamp)
  • Die Formulierung "und zwar" als unvermittelte Einleitung einer Frage.
    völlig unnötig, saumäßig häßlich und von mir zutiefst verachtet!
  • Nichttänzer
  • erwachsene Erwachsene
  • Hüpfbürger (i.e. Nurtänzer)
  • "Junge-Leute-Rabatte"
  • Der elende Quicktime-H.264-.mov-Behälter, der mir das Nichtlineare editieren aber sowas von verleidet
  • Gürkchenlose Kühlschränke (von einem Rückschluss auf Schwangerschaft bitte ich abzusehen)

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Sonntag, 20. Dezember 2009

Der Beweis: Derbe Weiss

Der Klimawandel scheint nicht mehr aufzuhalten sein: Wo noch vor wenigen Wochen bunte Blätter und rotbraune Eichhörnchen ihre Runden drehten, herrscht jetzt die pure Eiswüste. Tonnen über Tonnen gut gekühlten Schnees landen in ungeschützten Straßenzügen.

Das Leben, so wie wir es gewohnt sind, kommt nahezu zum erliegen. Menschen verbrennen ihre jahrhundertealten Pianos, um wenigstens etwas Wärme zu erfahren. Busse kommen verspätet an verschneiten Haltestellen an. Graf Langnese triumphiert.

Ist der Wandel eine Folge der menschlichen Zivilisation?

Der Mensch reagiert jedenfalls: Innovative Jackentechnologien aus Skandinavien reduzieren Kälte und Frost. Formschöne Dessins in erträglichen Farben fordern zum selbstbewussten Erscheinen auf.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Aufgeschmissen

Ein interessantes Wort: Aufgeschmissen.

Es beschreibt meine derzeitige Situation ganz gut. Ein Bagger hat ein Breitbandkabel beschädigt und ich sitze ohne Internet da.

Schöner Mist. Auch im Fernsehen: Der Oberpuffbesitzer hat sich eine "schöne" Oberpuffverwalterin angeschaft. O-Ton von der: "Der Bertie hat seine neue, rechte Hand gesucht."

Man darf sich von sowas aber auch nicht zu sehr einlullen lassen. Letztlich liegt da kein Segen drin.

EDIT: Der O-Ton lautet natürlich: "Der Bertie hat seine rechte, neue Hand gesucht." Mein Fehler. Sonst wäre das ja auch garnicht lustig, quasi gegenstandslos.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Die Kraft der 100 Hertzen



Das heimische Sofa ist ein wundervoller Ort, besonders, wenn ein Fernseher davor steht. Bewaffnet mit einer Fernbedienung und gerüstet in Pantoffeln Fa. Giesswein (1W6+3), werden so kontrollierte Einblicke in Land und Leute möglich. Derzeit sehe ich mir am liebsten Dokumentationen über die baltischen Länder und die Ostsee sowie Reportagen über das Metzgereigewerbe an.

Samstag, 5. Dezember 2009

Gleitsichtgeräte

Hier herrscht gerade eine merkwürdige Stille. Im Ofen knuspert ein Lamm teileweise vor sich hin, draußen bestehen Regenverhältnisse und in den Nachrichten ist irgendwas mit Ökostromproblematik.
Ich werde in einer Woche erwachsen und meine kleine Webrundschau steuert auf den 5000sten Besucher zu.
Man fragt sich: Ist das jetzt etwa das Ende von allem oder am Ende von allem etwas oder endlich was für alle?
Auf jeden Fall hadere ich jetzt mal der Dinge, die da kommen.

Montag, 30. November 2009

D wie Diskussion - Der deutliche Diskurs

Krawall und Remmidemmi: Am 12.12.2009 findet in der Halle Münsterland ab 21h eine Ü30-Party statt. Lachhaft! Bei mir findet zur gleichen Zeit eine 30-Party statt. Wie konnte es nur soweit kommen?

Partizipation heisst auch hier das Stichwort: Ich will mal wieder ein paar Wortmeldungen!
Und das beste: Heute ist freie Themennacht!

Sonntag, 29. November 2009

Theologische Statistik - Das Rätsel

Es geht um eine Wette. Bei der Wette geht es um die Existenz Gottes.
Insbesondere Informatiker können mit dieser Wette zum Christentum bekehrt werden.

Derjenige der die Wette (und die sich ergebenden logischen Schlussfolgerungen) formulierte, ist weithin bekannt. Es gibt ihn auch in einer Fassung für MS-DOS, mit einem Namensvorsatz der heisst wie eine Schneckengattung oder wie eine Hafenstadt in Kolumbien.

Welche Postleitzahl hat die Hafenstadt, wie groß wird die Schnecke etwa und was hat es mit der Wette auf sich?
Belohnung: 2 Punkte

Freitag, 27. November 2009

Erste Risse

Neue Medien und Plattenindustrien - man könnte auch von Antagonisten reden. Die einen versprechen ein völlig neues, elektronisch datenverarbeitetes Lebensgefühl, eine neue Welt, in der einjeder nicht nur partizipiert, sondern auch Achtung erfährt.

Musik wird hier gelebt, rezipiert oder wertungsfrei akzeptiert. Das Angebot besticht durch Vielfältigkeit. Besondere Hörgewohnheiten werden individuell gefördert. Social Networking lässt das globale Dorf noch weiter zusammenwachsen.

Auf der anderen Seite die Plattenindustrien: Im Wirthaus des globalen Dorfes versuchen sie uns ein fades Stammessen zu servieren. Und zwar ungefragt.

"Der Konsument informiert sich in den Massenmedien über verfügbare Produkte. Bei hoher Passung zu seinem eigenen Geschmack oder nach Empfehlungen aus seiner Peer-Group greift er zu. Dass die Anzahl der verfügbaren Produkte gering ist, erfreut ihn, gibt es ihm doch die Sicherheit, keine falsche Entscheidung treffen zu können."

Verzicht auf Trägermedien bedeutet Verzicht auf Kontrolle. Verzicht auf Kontrolle bedeutet Verlust auf dem Markt. Nischenmärkte entstehen. Anarchie ist die Folge.
Erste Risse entstehen gerade: Das tolle Album von DJ Danger Mouse wird nach Streitigkeiten mit der Plattenfirma wohl nie auf einem Tonträger erscheinen, findet aber trotzdem seinen Weg zu den Hörern.


Montag, 23. November 2009

Fight Anglicisms II: The Reckoning

In der Innenstadt der westfälischen Metropole Münster hat sich einiges getan: Ein neuer Konsumtempel ist entstanden, so formschön, dass selbst Josef Stalin Tränen gespuckt hätte.

Kern des Komplexes ist die neue Filiale von Karstadt Sport, "KARSTADT sports" genannt. Im Inneren ist alles sehr neu und sauber und die nutzlose Musik von Roger Cicero wird gespielt, vermutlich den ganzen Tag. Man singt deutsh, sozusagen.

Wer Münster kennt, kennt auch den ehemaligen Standort des sympathischen Karstadt-Sport Warenhauses: Den alten Kiffe-Pavillon. Der wurde jetzt so zu einem Ein-Euro-Outlet umfunktioniert, dass es eine reine Schande ist. Aber zurück zu den Anglicisms.

Wer zeichnet sich hierfür verantwortlich? Immerhin fällt auf, dass sich Werbeagenturen selber nicht so dämliche Namen geben. Die bleiben im Deutschen und heissen etwa "Peterson&Bimmel - Agentur für Neue Medien"
Offenbar wird dem anvisierten Karstadtkunden die Erkenntnis dieser germanoiden Coolness (hihihi) nicht zugetraut.

Sonntag, 22. November 2009

Mimesis

Mit dem Ausdruck "Mimesis" beschreibt man eben nicht die Eigenschaft eines Tieres, das vordergründig nichts kann, aber trotzdem gut schmeckt. Wär ja auch noch schöner.

Nein, "Mimesis" bedeutet nach Aristoteles die Nachahmung von Wirklichkeit.

"Geilo", sprachs, und machte sich auf, den Virtualos und Cyberisten das Fürchten zu lehren, den erhobenen Zeigefinger am Touchscreen des Zeitgeistes. (sic!)

Donnerstag, 19. November 2009

Mediocre Thinking

Wissen Sie, was das Dilemma des Verschwörungstheoretikers ist?

Zunächst fühlt er sich nicht hinlänglich beachtet (das kann man auch als Grundvoraussetzung sehen), dann erlangt er langsam Gehör, labt sich an der Aufmerksamkeit und kann schon kurze Zeit später nicht mehr davon lassen.

Hier beginnt dann das eigentliche Dilemma. Angespornt von den Anfeuerungen 15-Jähriger Akte-X Fans, wird der Theoretiker zu immer abstruseren Entdeckungen verleitet, um seinen Status aufrecht erhalten zu können. Zack, Mondlandung gefälscht, Mondsubstanz Käse und Hansaplast in echt Messerhersteller.

Dabei ist die Idee der Verschwörungstheorie nüchtern betrachtet doch eine eher gute. Die stinklangweilige Demokratiewelt um Pofalla und Konsorten wird eingetauscht gegen einen wunderbaren Abenteuerspielplatz, auf dem sich der Theoretiker gedanklich auf der richtigen, der guten Seite einpegelt und die er gegen das Böse verteidigen kann.

Hier zeigt sich aber auch der zweite Teil des Dilemmas: Der Verschwörungstheoretiker ist nicht fähig, seine eigene Rolle wirklich zu hinterfragen. Es steht für ihn ausserhalb der Diskussion, ob überhaupt er der Gute ist. Dabei birgt auch diese, andere Sichtweise eine Menge Spaß.

Wäre es nicht möglich, dass es eine gutmeinende Verschwörung gegen uns gibt? Weltumspannend, organisiert von netten Menschen, die das Understatement auf die Spitze treiben? Die uns heimlich Bio-Bohnen in die Eintopfdosen füllen? Die noch mehr Kriege wirkungsvoll verhindern? Die Karl dem Käfer ein neues Heim aus Laub und Erde gebaut haben?
Kann es wirklich sein....?

Mittwoch, 18. November 2009

www.winterorbit.de

"Halt die Fresse und guck nach oben!"

So oder so ähnlich könnte die Antwort auf diverse Fragen lauten, die alle nichts mit den Leoniden zu tun haben.

"Halt die Fresse!"

So lautet die Antwort auf die Frage nach einer Umgestaltung der grafischen und inhaltlichen Oberfläche, auf der winterorbit.de derzeit stattfindet. Trotzdem könnnte man mal darüber nachdenken. Immerhin: "Technokratisch, futuristisch, extraoriginell", lustig ist das alles nicht mehr.

Braucht es neue Anstöße? Ja, sagt Löw, nein, doch, Löw. Der Bundestrainer.
Aber der meint was anderes.

"Prominente stellen ihr Wissen unter Beweis!" heißt es im Fernsehen, "Ich habe keine Antwort darauf!", heißt es auf Seite winterorbit.de

Dienstag, 17. November 2009

Am oberen Ende der Nahrungskette

Eintausend Gramm Bratwurst, herzhaft gewürzt, inklusive Bratpfanne mit Antihaftbeschichtung. Stück 5,-

Das zugehörige Bild ist mehr als zweideutig: Eine meterlange rohgrobe Bratwurst, aufgerollt zur Schneckenform, in der Mitte ein Haarbüschel Petersilie. Als Trägermedium wird eine Pfanne mitgeliefert.

Bemerkenswert? Vielleicht nicht. Beim Entenbrust-Filet ist dem Konzern ein Fehler unterlaufen: "Barbarie" steht da.

Donnerstag, 12. November 2009

Nachgereicht und Durchgesehen: Das Letzte

winterorbit.de: Herr Lubux, wir begrüßen Sie erneut und erfreut. Was, Herr Lubux, geht ab?

lubux.com: Das Regime unterbindet die Zurschaustellung frischer, nordamerikanischer Serienkost - im einzelnen wäre hier Knight Rider zu nennen - derzeit effizient. Da bleibt mir auch Zeit für ein Interview.

winterorbit.de: Zeit als Synonym gemeint - und davon gehen wir aus - scheint in diesem Zusammenhang nah am Begriff des Stockens, z.B. von Eiweiß, einer lebertrannahen chemischen Verbindung. Wo sehen Sie da den Zusammenhang?

lubux.com: Herr Wochenschau - äh, Winterorbit - ich muss zugeben, Ihre Frage nicht ganz zu verstehen, wohl, weil ich sie nicht ganz gelesen habe. Mit Lebertran verbinde ich freilich den Walfisch, der unlängst nur einige hundert Meter Luftlinie von hier "angeliefert" wurde.

winterorbit.de: Herr Ku-Klux - äh, Lu-buchs - das it richtig. Ein Wunder des Weltmeeres. Live und trockengelegt. Aber was anderes: Stichwort Comedy. Trugschluss oder irrweg der deutschen Humointelligenzija?

lubux.com: Zunächst heißt es Weltmeere, im Plural, verstehen Sie. Und das, obwohl die eigentlich alle verbunden sind - Binnenmeere mal ausgenommen. Ich glaube, Trugschluss und Irrweg schließen sich gegenseitig nicht aus. Der wirkliche Abschaum der Comedians sitzt allerdings selten vor, sondern im Fernsehen. Das muss man sich mal überlegen.

winterorbit.de: Ein interessanter Einwurf. Übertragen gesehen meinen Sie wohl: Der Feuerlöscher ersetzt den Hausbrand im Heimvideoarchiv?

lubux.com: Wissen Sie, welchen Personalausweis ich gerne Klauen würde? Aber Sie haben schon Recht. Heimvideos hält sich der gemeine Betrachter allerdings ja immer seltener auf Medien, wo ein Feuerlöscher noch was nützt. "Festplatte" zum Beispiel, ein nicht ganz zu gelungenes Album der Prinzen.

winterorbit.de: Herr Lubux, das ging zu weit! Wenn ich mich verarschen will, rufe ich meinen Anrufbeantworter an und sage dem, ich wäre nicht da. In diesem Sinne: Guten Rutsch!

lubux.com: Wie bitte? Ah so. Gut.

Das Interview wurde aus technischen Gründen im Oktober 2009 aufgezeichnet.

Dienstag, 10. November 2009

Fertiggedichte

Wahre Lyrik schreibt der Zeitgeist! Und die neoliberale Marktwirtschaft auch!

Klar, alte Männer mit grimmen Gesichtern und längerhaarige Mittdreissiger in feinem Zwirn und mit feistem Titel, die galten bisher als Hauptverdächtige, wenn es um kunstvolle Sprachgebilde ging.
Thematisch vorrangig wurden die Liebe, die Jahreszeiten und die Blumen behandelt und es war alles schön und glänzte noch schöner und jeder war sich innerlich einig.

Aber, relativ nüchtern betrachtet, mag kaum jemand den alten Grimmen und den jungen Schnösel lesen, nein, man wendet sich ab von der geplanten Lyrik.

Trotzdem: Da ist sie, wenn auch in ganz anderer, ungeplanter Form, man muss nur die Augen offen halten.
Ein Beispiel:

" Der heilige Vater winkt ihnen zu.
Und mit einem Saugnapf an der Windschutzscheibe Ihres Autos befestigt, bringt er Segen auf allen Wegen.
15cm hoch, Kunststoff "

Donnerstag, 5. November 2009

Cattle Grid II - Woollen Terror

Nicht viel los hier momentan, was? Bin derzeit mit diversen Real-Life Aktivitäten beschäftigt, muss ja auch hin und wieder mal sein. Medienkompetenztrainig via Bewerbungstraining via Film in einer Förderschule zum Beispiel. Sehr interessante Erfahrung, wirklich.
Morgen ist letzter Tag, danach gehts direkt weiter nach Norden an den Deich, den Nachfolger zu Cattle Grid drehen. Gerüchten zufolge wird der Trailer diesmal mindestens doppelt so amüsant wie der eigentliche Film, zu Recht wie ich meine, denn man hat ja auch eine Marktwirtschaft, nicht wahr!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Cattle Grid - Weide das Todes

Hier ist er endlich: Unser Beitrag aus der Kategorie "Nicht abendfüllender Kurzfilm"

Cattle Grid - Weide des Todes
Originaltitel: Cattle Gridje
Thriller D/NL 2009
Mit Meike Holtmann, Christoph Spellmann
1,5 Minuten - FSK ungeprüft


Dienstag, 27. Oktober 2009

Kurzfilmtag

Hier, quasi als vorgezogener Nachgeschmack, schonmal der Trailer zum morgen erscheinenden Kurzfilm "CattleGrid".

Montag, 26. Oktober 2009

oszillatorTV

Nach überstandenem Ferienprogramm folgt jetzt (und hier) die Vorstellung des neuen Winterorbit-Franchise-Formats: oszillatorTV

OszillatorTV schließt die Lücke zwischen der textbasierten Partition von winterorbit.de und der erwarteten multimedialen Freiheit der neuen Ära. Wenn man, wie ich, unter Helmut Kohl aufgewachsen ist (ich weiß: Das Bild schmerzt), verblüfft diese geschickte Kombination irgendwie doppelt. Ich glaube, ich möchte damit die Dualität des Menschen zum Ausdruck bringen.

Hier nun der erste Beitrag, ein Kammerspiel über die Möglichkeiten, aber auch über die Gefahren, des Alkohols.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Das Waldebakel

Man hätte es sich vor knapp zwei Wochen nicht deutlicher ausmalen können:
Die fette Bestie liegt tot am Strand und rührt sich nicht mehr.

"Aha", denken Sie jetzt, "Er plakatiert schon wieder. In echt meint der jetzt natürlich die Bundestagswahl von vorvergangenem Sonntag und mit der fetten Bestie könnte sogar die Bundesrepublik Deutschland gemeint sein. Na. Na. Na."

Falsch gedacht! In echt meint er jetzt mal den Wal der hier und heute an den Strand gespült wurde. Groß wie ein Elefant ist der, und doppelt so grau.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Irgendwas mit Medien

Seit Freitag bin ich fertig ausgebildeter Medientrainer, bereit die Sache zu vertreten. Der finale Schnitt unseres Abschlussfilms dauerte ganze 18 Stunden (am Stück), geriet aber trotzdem zu einem Lehrstück in Sachen Teamwork und Effizienz bei maximaler Spaßauslastung.
Belohnt wurden wir mit Lob und funkelnden Medientrainerausweisen.
Ich werde den gerade stattfindenden Urlaub dazu nutzen, das erworbene Wissen anzuwenden und einen Film drehen. Es soll das Portrait eines cholerischen Journalisten gehen. Arbeitstitel: "Der rasende Reporter."

Das nieuwe Radsel

Wofür stehen die beiden Ziffern (7.1, 8.2, etc.) auf den holländischen Ampeln, die direkt unter dem grünen Licht angebracht sind?
Belohnung: Fünf Rätselpunkte.

Freitag, 25. September 2009

Kurz davor und doch daneben

Schwer beschäftigt, das bin ich gerade. Mehr dazu bald im Lernsender NRW. Nur soviel: Es macht Spaß, besonders die Umfragen: Jeder zweite Passant brabbelt was von "ähhh, Fernsehen, öhhh", kaum das man mal eine Kamera dabei hat, die größer ist als ein Hamster.
Stellung nehmen zu aktuellen Themen wollen grundsätzlich nur die Verrückten und Verwirrten und ältere Frauen machen Fotos von uns. Es ist herrlich.

Montag, 21. September 2009

Sema Genesis

So, in einem zweiten, esoterisch angehauchten Schritt werden wir den bis dato ungefüllt gebliebenen Worthülsen nun Leben verpassen. Ich mache wieder den Anfang, folgen Sie mir nach.

Festratte, die: Werkzeug, vorzugsweise aus Metall, dessen Zweck in der passungsfreien Verbindung von Seilen liegt.
Etymologische Einordnung: Beim Festzurren macht die Festratte ein ratterndes Geräusch, mit dem Säugetier "Ratte" hat sie dagegen nichts zu tun.

Mittwoch, 16. September 2009

Im Sammelbecken von Wort und Sinn

Neuer Versuch! Soviel haben wir gehört vom Mitmach-Web, da schreit ja quasi alles nach Partizipation. Heute: Substantive

Machen Sie sich frei vom Diktat des rationalen Gedanken! Denken Sie abstrakt und finden Sie gemeinsam neue Worte! Ich fange schon mal an, folgen Sie mir bitte nach. Auf das der Duden löchrig erscheint!

Bienenstichling
Regallager
Schaumkrönung
...

Montag, 14. September 2009

Energie!

Um mir einen Zugang zum Bildungsbürgertum zu erschleichen war ich gestern im Theater. Genauer: Im Freilufttheater.
In dem Stück ging es um Strom und es hat orntlich geknallt und explodiert ist auch was. Die Story hab ich nicht verstanden, möglicherweise gings um die moderne Welt und die Krise, vielleicht aber auch um das Individuum im Kampf mit Seinesgleichen. Einerlei, ich werte den Abend als Erfolg, schon wegen dem Gestank der Pyrotechnik.

Freitag, 11. September 2009

Analoge Wärme

Wir leben in recht komischen Zeiten, das sollte jedem klar sein. Veränderung ist nichts neues mehr, Veränderung passiert "en passant" heute und morgen ist alles etwas anders.
Lebenslanges Lernen ersetzt lebenslanges Leben unter dem zugedrückten Auge des Zeitgeists.
Wir bewegen uns. Und zwar schnell.

Ich möchte diesen 100. Beitrag mit einer Multimedia-Vorführung beschließen. Dem geneigten Hörer wird auffallen, dass es sich thematisch nicht nur um Kernkraft dreht und handelt, sondern auch um elektronische Medien.
Es ist schon merkwürdig, dass diese "Computermusik" für meine Generation im Grunde völlig unbegreiflich ist. Das, was die da gemacht haben, ist für uns keine elektronische Musik. Elektronische Musik ist heute digital und grundverschieden von diesem nerdigen Elektronikergebamsel. Aber halt auch nicht so schön.
Mal sehen was die nächste Generation dazu sagt.


Mittwoch, 9. September 2009

Esoterik im Wahlkampf 
oder 
Sind wir Deutschland?

Die CDU beweist im aktuell tobenden Wahlkampf Talent zur Parole:"Wir haben die Kraft" heißt es da.
Ähnliches muss sich, anfang der 80er Jahre der naive Bauernsohn Skywalker gedacht haben. Wohin das geführt hat wissen wir alle: Blutige Revolte, zwei Todessterne bis zur Unkenntlichkeit demoliert, Sieg des feudalen Systems unter Prinzessin Leia über den alternden Staatsmann, dazu Teddybären in der Regierung.
Kann sowas in Deutschland auch passieren?

Donnerstag, 3. September 2009

Qualifikation durch Weiterbildung

Sie haben sich sicher schon gefragt, warum ich in letzter Zeit eher verhalten poste.
Die Antwort ist ebenso einfach wie simpel: Ich lasse meine Liebe zu den neuen Medien in ein Zertifikat gießen.
Ich mache eine Qualifikation zum Medientrainer (durch).
Montag gings los und bis heute haben wir uns mit der tollen Theorie der Medienpädagogik beschäftigt. Nicht komplett neu für mich, aber immer noch aufregend wie ein Film mit Johnny Weissmüller.
Samstag mache ich dann den Radioführerschein. Mal sehen, vielleicht kann ich dann bald auch aus dem Winterorbit funken. Schön wärs ja.

Dienstag, 1. September 2009

Dreitausend - Legende im Zwielicht

Ha, soweit isses schon: Dreitausend Besucher! Nicht an einem Tag, nein, in 4 Monaten. Das macht 2250 Besucher pro Quartal.
Gibt man bei Wikipedia "3000" ein, erhält man allerdings keinen Verweis auf die winterorbit.de Startseite, sondern Informationen zum 3000-Meter Lauf, zum 30. Jahrhundert und zu Hewlett-Packard. Sucht man bei google, wird man an die Webseite www.design-3000.de verwiesen, wolfram-alpha antwortet gewohnt strebermäßig mit der Primfaktorzerlegung 2³ * 3 * 5³.

Montag, 31. August 2009

Der Rauhaardackel von Jean-Luc Picard

"Guck nicht so viel Fernsehen!" sagen immer alle.
"Achja? Kommaher!" sag ich dazu und schalte einen David Lynch Film ein. Großartig, der Unsinn.

Das maritime BWL-Rätsel

Nennen sie 12 Hansestädte mit den dazugehörigen KFZ-Kennzeichen.

Das norddeutsche Rätsel mit Astronomie- und Früher-Bezug

Gesucht ist hier der Zeitpunkt, an dem die Sonne aufging, und zwar da, wo der berühmte Gitarrist mit der oftmals brennenden Fender-Gitarre am Vorabend sein letztes Konzert gegeben hatte.

Sonntag, 30. August 2009

Nachtrag zum Wahltag

Habe heute gewählt. Meine Stimme hat wie gewöhnlich die Bewerberin mit dem lustigsten Namen bekommen. Ein Glück, dass Dr. Hasenjürgen bei den Grünen ist.

Samstag, 29. August 2009

Politik im Schnellvorlauf

c:\Wahlwerbung\Kommunalwahl\Lieblingsplakate\

Der rotbebackte CDU-Kandidat für den Bezirk "Schloß" stellt auf seinem Plakat seine Inhalte vor.
"Sicherheit und Ordnung" will er schaffen, dieser irgendwie konservativ wirkende Anzugträger.
Klar, denkt man da, das Schloßviertel ist ein gefährlicher Ort, an Sicherheit und vor allem an Ordnung, ja richtiger Ordnung, daran mangelt es hier. Wäre ich 50 Jahre älter, ich würde ihn vielleicht wählen.

Auch ganz humorvoll ist das Angebot der FDP-Oberklassekandidatin.
Sie wird nicht müde, sich selber als "kompetent. verlässlich. engagiert." anzupreisen.
Mal im Ernst: Jemandem, der es für nötig erachtet, so auf seine Persönlichkeitsmerkmale hinzuweisen, dem kann man doch nicht trauen.
Die Bildüberschrift "Auf uns ist Verlass" wirkt dann auch irgendwie aufdringlich. Man denkt direkt "mir doch egal" oder "ja toll, aber ich geh jetzt Schuhe kaufen".
Da kann man ja gleich mit dem Spruch werben "Wir lügen nicht", und das lügen schreibt man dann fett, etwa so: LÜGEN.
Für kompetent halte ich mich übrigens auch.

Freitag, 28. August 2009

Das erste Leserrätsel der Welt

Gesucht wird ein Leichtathlet, der bereits seit über 30 Jahren nicht mehr unter uns weilt. Der US-Amerikaner gewann olympisches Silber in einer Mannschaftsdisziplin, die bedauerlicherweise heute nicht mehr olympisch ist. Er teilt sowohl Vor- als auch Nachnamen mit einem deutschen Ingenieur, der zwar auch schon das Zeitliche gesegnet hat, jedoch stellt die von ihm gegründete Firma heute noch fleißig Hauhaltsgeräte her.

Vielen Dank an Pete für diese tolle Rätsel.

Mittwoch, 26. August 2009

Gescheitert: Die Zitaterakete Re-Visited

Leute, kommentarmäßig ist momentan eher weniger los. Das muss sich jetzt aber mal ändern.
Ich lobe hiermit einen Rätselpunkt pro 2 Kommentaren zu diesem Beitrag aus. Die Kommentare sind nach Möglichkeit mit sinnvollen Zitaten oder Quellenangaben zu vorangegangenen Zitaten zu füllen. Weitere drei (in Worten: 3) Punkte gibt es für den letzen Kommentar!

Nachtrag: Die Zitaterakete zündet nicht richtig. Daher werde ich für den Letztkommentierer einen neuen, verbesserten Preis ausloben: Den Schatz meiner Fast-Food-Absurditäten-Sammlung:

"The Full Monty"

Ein echtes britisches Frühstück (Würstchen, Bohnen, Pilze, Kartoffelkram, etc.), alles zusammen in einer handlichen Dose. Ein wahrer Schatz der abendländischen Kultur, die Essenz der Begriffe Menschheit und Zivilisation, eingeengt in einen wundervollen Behälter.

Dienstag, 25. August 2009

Dresscode: Firlefanz

Gestern war Matthäus in der Stadt und hat an den Aaseeterrassen zu seinem Volk gesprochen. Ich war leider nicht da, hatte wichtigeres zu tun. An den Aaseeterrassen sind ja sowieso nur die ganz Reichen zugelassen, und ohne Musikhalle müssen die da jetzt halt draußen sitzen, da beisst die Maus kein Faden ab.

Aber zu was anderem:
Habe über das Design von Kleidung nachgedacht. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie viele Leute in T-Shirts rumlaufen, auf denen Aufschriften wie "Sailing 1987" oder "San Francisco Garage" angebracht sind? Wie kommt sowas?
Ist diesen Menschen nicht klar, dass irgend ein Industriemodedesigner damit für sie wichtige Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Persönlichkeit übernimmt?
Wenn die Kleidung irgendwas signalisieren würde (z.B. Reichtum), das wäre doch schonmal etwas, aber diese Aufdrucke signalisieren doch nur die blanke Akzeptanz der ideenlosen Durchschnittlichkeit. Schrecklich, Schrecklich, Oberschrecklich.

Freitag, 21. August 2009

Im Zentrum der Macht

War gestern in der Stadt, um mir mit einem Kollegen den Auftritt von Ronald Pofalla auf dem Domplatz anzusehen. Während ich vor der Post wartete, fuhren mehrere schwarze Limousinen an mir vorbei und keine 3 Meter entfernt stieg plötzlich die Bundeskanzlerin aus einem der Wagen.
Erhaben wirkte sie, irgendwie bronzefarben und dicker als im Fernsehen.
Ich hatte kaum Zeit, die Hände in die Luft zu reißen und "Hurra!" zu brüllen, da war sie auch schon in der Menge verschwunden.
Der Auftritt von Pofalla war dann aber auch noch sehr gut. Dieser affektiert-näselnde Singsang ist einfach einmalig, ganz so, als ob ein Waschbär reden könnte.

Mittwoch, 19. August 2009

Das Frank-Elstner-Kontinuum

Aus der Rubrik "Perlen der Wikipedia":
Kennen sie Frank Elstner? Na klar kennen sie Frank Elstner.
Aber: Frank Elstner ist nicht der, der er zu sein scheint (nämlich Frank Elstner).

Genau genommen heisst Frank Elstner nämlich Timm Elstner. Er musste seinen Namen aber ändern, als er eine Radiosendung moderieren sollte, in der der andere Moderator Tom hieß.
Timm
und Tom ging wohl nicht.

Was macht einer wie Timm Elstner in so einem Moment? Er sucht sich einen anderen Namen.
Und zwar welchen? Klar, den Namen "Frank", denn so heißt ja auch sein Bruder.
Eine eigenartige Vorstellung, was? Nimmt den Namen es Bruders an und wird damit berühmt. Ich finds großartig.

Dienstag, 18. August 2009

Microsoft Hartz 4.0

Habe noch etwas weitergelesen: Maschinen haben die Jobs der meisten Menschen zerstört. Nur noch eine kleine Minderheit von Ingenieuren und Managern arbeitet. Oha. Droht uns selbiges?

Ich meine, der Einzelhandel wird auf lange Sicht sicher nicht unbedingt davon profitieren, dass man Produkte in Onlineshops kauft, die durch schiere Masse mit niedrigsten Gewinnmargen arbeiten können.

Gerade kommt mir auch der Gedanke, dass Programmierer, die Open-Source Software schreiben (was sicherlich sehr nett ist), andererseits aber auch die arme Softwarebranche schädigen. Stellen Sie sich das doch mal vor: OpenOffice setzt sich endgültig durch und Microsoft ist zu Massenentlassungen gezwungen. Wo soll man diese Leute denn bitteschön hinvermitteln?

In Vonneguts Dystopie wird das Problem beseitigt, indem die Menschen bei der Armee oder im Straßenbau arbeiten. Freiwillig natürlich.
Ich frage Sie, kann DAS wirklich eine Lösung sein?

Sonntag, 16. August 2009

Das philosophische Rätsel

Es geht um die Persiflage einer philosophischen Idee, dargestellt anhand der Ansichten einer Milbe in einem Hochhaus aus Käse.
Was sagt die philosophische Idee über unsere Welt?
Der Autor der Persiflage betrieb übrigens eine Art Boulevardjournalismus am Hof in Wien und verlegte diverse Zeitschriften.

Tipp: Vielleicht hilft die Google-Büchersuche ja weiter. Die Milbe führt übrigens keinen Dialog, sie redet alleine.

Nullbeschäftigung

Habe das erste Kapitel von "Player Piano" gelesen. Vonnegut beschreibt eine Welt, in der die technische Entwicklung (sprich: Maschinen) menschliche Arbeitskraft überflüssig gemacht haben. Das Buch ist von 1952 und in einigen Punkten scheint es die hiesige Realität (aktuell: 2009) doch ganz gut wiederzuspiegeln: Drastisch ausgedrückt baumelt Tante Emma schon seit einiger Zeit vom Apfelbaum. Andererseits spielt hiesige industrielle Produktion im Kurzwarenbereich doch schon seit Jahrzehnten keine wesentliche Rolle mehr. Wo bleibt der Chinese bei Vonnegut? Und der Dienstleistungsbereich?
Ich bin gespannt und erst auf Seite 25.
Wenn sie wollen, dürfen sie den Gedanken der Nullbeschäftigung aber auch einmal mit dem Gedanken der Vollbeschäftigung vergleichen, der ja derzeit wieder ziemlich en vogue ist.

Samstag, 15. August 2009

Die gepflegte Endzeitstimmung

Hermann hat mir freundlicherweise das komplette Werk von Kurt Vonnegut sowie etwas Bradbury und Wolfe überverantwortet, danke nochmal von dieser Stelle aus.
Vonnegut, US-Amerikaner mit Wurzeln im Münsterland, schrieb laut Wikipedia mit "Players Piano" eine der wichtigsten Dystopien.

"Dystopien?" dachte ich, "geiles Wort, aber was bedeutet es?"

Die Wictionary antwortete: "Dystopie: [1] das Gegenteil von Utopie; eine Geschichte, die in einer fiktiven Gesellschaft spielt, die sich zum Negativen entwickelt hat, auch: (literarische) Endzeit"

"Supergeile Sache!" dachte ich da wieder, "Thematisch gesehen kann ich das in meinem Blog 'Im Winterorbit' verwenden und z.B. in einen Zusammenhang mit den neuen Medien und etwa den Ansichten von Hartmut von H. stellen!"

Dazu lege ich mich jetzt erstmal auf den Balkon und sehe mir an, was der gute Kurt vor gut 50 Jahren über die Zukunft wusste. Dazu mache ich mir ein Jever Fun auf.

Jever "Fun"

Da steckt auch schon eine Menge Endzeit drin.

Hinweisung VI

Das Mittagessen ist der Anfang vom Untergang der Abendessenkultur.

Donnerstag, 13. August 2009

Die 14 Tage von Achnasheen

Ein Bett und eine warme Dusche - mehr braucht der Mensch nicht um sauber zu schlafen. Die Reise ist gereist und ich bin wieder zu Hause.

Es war ein interessanter Trip in eine ganz eine andere Kultur. In der Fußgängerzone von Inverness spielte beispielsweise eine Indio-Band. Mich brachte das auf eine Frage: Wenn schon im kleinen Inverness, der entlegenen Hauptstadt der schottischen Highlands, eine Indio-Band spielt, wie viele dieser Musikgruppen müssen dann in Chile oder Peru unterwegs sein? Abermillionen?

Ein weiteres Highlight war das 5Gum "Wrigleys Cobalt", einer dritten, wohl nur in GB erhältlichen Sorte des besten Produkts der Welt, sie erinnern sich sicher. Überhaupt: "Cobalt"
Das ist doch genial, Industrie- und Popkultur in gekonnter Weise vermischt. Oder sollte man sagen besser sagen "zerkaut"?

Heimgekehrt stehe ich nun vor Veränderungen - wer micht kennt weiß, dass ich Veränderungen nicht mag, seien sie politisch, sozial oder proprietär - Der Dönerladen (schottisch übrigens "Donner Kebab") hat jetzt statt einem Durchgang zur Toilette eine solide Wand. Gleichzeitig wurden an der Fleischtheke des Supermarkts Schwingtüren installiert.

Aber es gibt auch erfreuliche Meldungen: Die deutsche Mondmission. Die finde ich angesichts der bevorstehenden Wahlen gut und begrüße so viel Mut zum Untergang.

Aber zurück zum hiesigen Tagesgeschehen: Winterorbit.de plant einen Comic über einen tierischen Superhelden.
Arbeitstitel: "Kampfhündin Galaktika"

Mittwoch, 12. August 2009

Ship Ahoi! - Das winterorbit.de Reisemagazin

Sitze gerade in der "Columbus Bar" an Bord der "King of Scandinavia"
Wir fahren unter dänischer Flagge und der Kellner heißt Rolando. In der Kabine fließen 220 Volt und die Engländer sind tätowiert. Morgen gehts weiter, von Zuhause aus, da gibts auch wieder mehr und neue Medien, im Wlan finde ich hier nur den Acer Beamer.
______________________
Nachtrag: Konnte den Beitrag gestern aufgrund von Medien nicht senden, deshalb hier mit Verspätung. Heute spielt übrigens England gegen Holland in Amsterdam. Ratet mal, wie die englischen Fans da hingekommen sind...
Morgen geht der reguläre winterorbit.de Betrieb weiter, ausgeruht und mit noch mehr aufregendem Content.

Sonntag, 9. August 2009

Harry Potter und das Schwein aus Eisen (das dampft)

Habe gerade meinen Kommunikator mit einem Kurbel-Device geladen um diese Meldung zu verbreiten.

Gerade ist an unserem Zelt der Zug vorbeigefahren, der auch in dem Fantasy-Film "Harry Potter" zu sehen ist. Nach meiner Berechnung könnten wir damit eventuell in etwaigigen Fortsetzungen des Films zu sehen sein.
Oder dieser Potter ist hier, das könnte auch sein. Er ist ja eine prominente Person, vielleicht versteckt er sich in der Wildnis vor seinem weltlichen Ruhm.

Earl Radiccio and the Four Toppings

Sitzen ziemlich in der Wildnis, irgendwo zwischen Airisaig, Mallaig und dem Loch Morar. Komme auf dumme Gedanken. Will z.B. eine Band gründen, die TRADITIONELLE Musik macht. Wer macht mit?

Donnerstag, 6. August 2009

Hundert Tage im Winterorbit

Vor genau einhundert Tagen wurde das Experiment Winterorbit gestartet. Jetzt sitze ich an einer schottischen Bucht mit Blick auf einen Tafelberg und behandle das Medium prioritär. Von etwaigen politischen oder sozialen oder multimedialen Events bin ich völlig abgeschnitten, dafür verfügen wir über frische Jacobsmuscheln.
Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich die Migration auf Papier vorantreiben und das Projekt so auf einem anderen Level zu Handhaben versuchen.
Bis dahin danke ich allen Lesern für ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und verschwinde wieder in die Wildnis des Camperdaseins.

Mittwoch, 5. August 2009

Isle of Skye und die Mücken

"Jaja" habe ich immer gesagt, "jaja, Mücken" und dann habe ich mein Gegenüber mitleidig angesehen. Aus eigener Erfahrung kann ich jetzt allerdings sagen, dass JEGLICHE Horrormeldung über die Mücken in Schottland nicht nur wahr, sondern auch noch weit untertrieben ist. Ich habe alleine an der rechten Hand über 40 Beweise dafür. Es ist wie in einem guten Horrorfilm: Es fängt ganz harmlos an, aber plötzlich bist du von einem riesigen Schwarm mitleidsloser Insekten umgeben. Die Gegend ist aber trotzdem sehr schön hier, besonders wenn es ordentlich stürmt und zur Sicherheit noch derbe regnet.

Freitag, 31. Juli 2009

Letzte Meldungen aus bewohntem Gebiet

Waren heute am Loch Ness und im Supermarkt. Krass was es hier an Fertiggerichten gibt. Eine ganz eine andere Fertiggerichtementalität ist das hier.
Ab morgen sind wir medial im Flachland, physisch aber in den Highlands.
Werde aber trotzdem alle Möglichkeiten der neuen Medien ausnutzen STOP

Donnerstag, 30. Juli 2009

Kurzmitteilungen II (Aus dem National Museum)

1. Asiaten haben eine ganz eine andere Mentalität.
2. Das inzwischen ausgestopfte Klonschaf Dolly wirkt plastisch. Vielleicht haben wir aber auch nur den Klon gesehen.
3. Wir haben uns verkleidet. Ich als Schotte, Laura als Pirat und Meike als dicke Prinzessin.

Kurzmitteilungen

1. Eine schottische Portion Fish und Chips reicht für zwei Personen.
2. Schottische Schwäne scheinen Hunde zu fressen.
3. Es regnet nicht immer.
4. Guinness gibt es in „normal" und „kalt"
5. Der Kronjuwelenraum im Castle fällt durch meterdicke Stahltüren und den „Stone of Destiny" auf, einer Art Sandsteinklops von nationaler Bedeutung.

Montag, 27. Juli 2009

Das Bio-Whisky-Dilemma

Mir ist da gerade so ein Gedanke gekommen: Stellen Sie sich mal vor, sie wäre ein Lohas´er. Sie trinken gerne Whisky, natürlich Scotch und ganz klar Single Malt. Jetzt stehen sie in Ihrer Biomarkt-Boutique vorm Schnapsregal und staunen nicht schlecht. Kein Single Malt Bio-Whisky. Warum? Dauert noch!

Sonntag, 26. Juli 2009

Freundliche Aushilfe gesucht!

Mittwoch gehts in den Urlaub und meine Möglichkeiten zur Kommunikation werden im Hochland trotz modernster Austattung vermutlich eher begrenzt sein. Daher sucht das Team von winterorbit.de eine Urlaubsvertretung.
Zu Ihren Aufgaben gehört das Stellen von Rätseln, das Nachdenken über das gar nicht mehr allmähliche Verschwinden der Wirklichkeit und die Berichterstattung über den Konflikt Lohas vs. FoodStyler. Arbeitsaufwand: 2-5 Posts/Woche
Aussagekräftige Bewerbungen bitte an christoph@winterorbit.de

Netzwerken

Klar, qualitativ ist das hier alles überschaubar. Totzdem versuchen wir von winterorbit.de eine Messlatte aufzuhängen. Das Etappenziel heisst 5000 Besucher und soll bis Quartalsende erreicht werden.

Die Idee: Kooperation mit anderen Blogs. Vernetzelung. Linktausch.
Besitzen Sie ein Blog? Kennen sie jemanden, der ein Blog betreibt? Bloggen sie selber in Ihr Blog? Blogblog?

Nutzen Sie jetzt das Partnerangebot von winterorbit.de und profitieren Sie von mehrmonatiger Erfahrung! Oder Sie bauen selber ein neues Blog auf, z.B. Kevin´s Taubenblog, die VW-Opel-Freunde oder den Hackentrickkurier. Die Möglichkeiten der neuen Medien sind unerschöpflich.

Samstag, 25. Juli 2009

Abstimmung zur Kenntnisgewinnung

Neu auf winterorbit.de: Aktive Teilnahme am politisch-sozialen Weltgeschehen! Stimmen sie ab! Sind sie ein Lohas´er oder ein Food&Styler? Der Wahlraum befindet sich rechts, direkt über dem Archiv. JEDE Stimme zählt!

Food and Style

Erinnern sie sich an die Lohas? Die Lifestyler für Health und Sustainability, die gutes Aussehen mit guten Taten verbinden und konsumorientiert die Welt und das eigene Wohlbefinden verbessern? Ausgezeichnet.

Quasi als Gegenbewegung scheint sich nun eine andere Gruppe gefunden zu haben. Ihr zentrales Organ ist (neben dem Magen) die Sendung "Food and Style" auf VOX. Kernpunkte des Anliegens: Drastische Berichte über angeblich reiche Menschen und deren Untaten (Hundefrisör, plastische Chirurgie). Zitat: "Der Champagner schmeckt heute besonders gut" Daneben wird die Sendung gewürzt mit rühmenden Berichten über Riesenschnitzel und Riesenburger und Grilltipps "Von Idioten - Für Idioten"

Merken Sie was? Hier bahnt sich doch was an! Sollten die Lohas am Ende doch den kürzeren ziehen? Zorn über Krawallreiche und Riesenschnitzel siegen über Biogurken in Gore-Tex?

Dienstag, 21. Juli 2009

Gelöst: Das Inspirationsrätsel

Er hatte eine Berufsbezeichnung und eine Nummer bis er Europäer wurde.

Anmerkung: Wikipedia wird hier kaum was bringen, daher werte ich das Rätsel als "ziemlich schwer". Dafür gibt es für die Lösung sagenhafte drei (3) Rätselpunkte!

Tipp: Um ihn in freier Wildbahn zu erleben, müssen sie in die Luft gucken.

Tipp 2: Derzeit gibts davon 707 Stück und jedes wiegt so etwa 15,5 Tonnen.
(Jetzt gibts aber nur noch einen Punkt!)

Tipp 3: Die Berufsbezeichnung bezeichnet auch ein bestimmtes Schnitzel.

Tipp 4: Die Nummer hat was mit einer bestimmtern Fußballweltmeisterschaft in Italien zu tun.

Hinweisung V

Man muss den Lachs aus dem Auspuff ziehen wenn er gar ist.

Montag, 20. Juli 2009

Sternstunden des Denkbaren?

Große Erwartungen ergeben sich aus tradierten Gewohnheiten: Das neue Album der Lieblingsband, der neue Roman des guten Schriftstellers aus Australien, Bratkartoffeln am Abend nach einem Spaziergang am Waldsee in der Oberlausitz.
Ergeben sie sich dem Gedanken: Ohne die neuen Medien sind diese Dinge hinfällig, ja schlichtweg nicht mehr denkbar.
Bratkartoffeln und den Roman kauft man online und das neue Album findet man mies, da man eher die frühen und ursprünglichen Sachen mag.
Klar, das man so auf Dauer nicht satt wird.

Das Mehr an Stille aufm Mond

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich vor 40 Jahren gebannt vor dem Fernseher saß und die Live-Übertragung der ersten Mondlandung miterlebte.

Zugegeben, so besonders gut kann ich mich eigentlich nicht erinnern, es ist einfach schon zu lange her.

Genau genommen kann ich mich garnicht erinnern, habe das wohl mit dem Mauerfall verwechselt, oder vielleicht mit der Einführung der Playstation 2, naja, hier jedenfalls für Interessierte nochmal ein Video von damals.

Sonntag, 19. Juli 2009

Hinweisung IV

winterorbit.de empfielt die Schreibung „Fleysch", falls es sich um besonders große und saftige Stücke handelt.

Samstag, 18. Juli 2009

Die Winterorbit Food-Woche

Neigen sie dazu, im Privatfernsehen Sendungen über riesige Schnitzel aufzuzeichnen? Interessieren Sie sich für rohes Fleisch?
Sagt Ihnen der Begriff "Batzen" etwas?
Wenn Sie eine dieser Fragen zumindest mit "ja" oder "nein" beantworten können, sind sie hier goldrichtig:

In dieser Woche geht es im Winterorbit thematisch um das vielleicht wichtigste Grundbedürfnis des Menschen: Nahrung. Ich bereite derzeit selber Nahrung zu. Es handelt sich dabei um einen Fetzen Schwein, welches ich in eine Rotweinmaische getaucht habe gerade auf dem Herd langsam bis zur Essbarkeit aufheize.

Haben Sie selber Erfahrungen in dieser Richtung? Plagt sie ihr Mitteilungsbedürfnis? Kombinieren sie und gewinnen sie einen Preis!

Donnerstag, 16. Juli 2009

Wer hats gesehen?

Bei einer routinemäßigen Kontrolle meiner blau-schwarzen Funktionsjacke fand sich in einer der eher exotischeren Taschen eine Compact-Disc vom Typ "Offspring", Sorte "Smash". Mir ist irgendwie so, als habe ich diese CD vor einiger Zeit von irgendwem ausgeliehen und dann (in der Jacke) vergessen.
Hinweise, die direkt oder indirekt zur Indentifizierung des Eigentümers führen, werden mit Rätselpunkten vergütet!

Mittwoch, 15. Juli 2009

Endstation Bushaltestelle

Leute, ihr erscheint recht zahlreich, was gut ist. Langsam muss ich mich mal nach einem Jurteartigen umsehen.
Ausserdem in den Schlagzeilen und auf jedem Sender: Astronomie und Raumfahrt.
Ich mache da auch mit und arbeite gerade an dem Sci-Fi-Doku-Drama "Flatulon III - Ein Gasriese entsteht".

Dienstag, 14. Juli 2009

Lifestyle of Health and Sustainability

Es ist schon merkwürdig. Da will man nur mal schnell noch was im Outdoorgschäft einkaufen und was bekommt man? Neue Erkenntnisse!
Mir scheint, als habe sich eine neue Elite herausgebildet. Sie ist formal hoch gebildet, mutmaßlich linksliberal, trägt Outdoorjacken großer Marken, gibt ihren Kinder nordische Namen und kauft Bio.
Dem wirtschaftlichen Streben des früheren konservativen Bürgertums wird nun weniger Zeit gewidmet, dafür grenzt man sich durch aktiv geleistete Weltverbesserung ab.
Schade, dass ich kein Unternehmer bin, an diesen Leuten wäre sicherlich viel Geld zu verdienen, z.B. mit fair gehandeltem Bio-Teewasser in Mehrwegflaschen.

Montag, 13. Juli 2009

Das Urteil lautet Postbetrug

Komma her!
Kommaduher!
Achja!?



Für weitere gute Zitate gibts Punkte!

Das kurze Rätsel zum Wochenanfang

Gesucht ist die Ziffer zwischen der 9 und der 0. Hilfreich dabei ist auch die Jahresangabe, sagen wir, aus dem Jahr, in dem The Big Kahuna erster wurde. In Belgien!

TIPP: Hat nüscht mitm Film zu tun, un mitm Burger ebensowenich.

Sonntag, 12. Juli 2009

Nachgereicht - Das Interview auf Abruf

Das Team von winterorbit.de bietet ab sofort einen neuen Service: Interview On Demand. Wer meint, er solle mal besser vom Winterorbit aus interviewed werden, meldet sich bitte digital oder per Postkarte.
Termine und Konditionen werden dann besprochen um die Sache möglichst reibungsarm auf die Bühne zu bekommen. Das Angebot richtet sich ausschließlich an volljährige Personen mit Sprachkenntnissen. Alle Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Taschenbuch der Physik

Hier mal was über Raketen: Kennen sie das Vanguard-Projekt? Das war was in den 50ern (RocknRoll, Wirtschaftswunder etc.). Die Trägerrakete hieß offiziell "Test Vehicle" und bei 12 Starts gab es 9 Explosionen. Vanguard 1 schaffte es bis zu einer Höhe von einem Meter und detonierte dann. Der Satellit funktionierte trotzdem einwandfrei und sendete vom Boden aus.

Freitag, 10. Juli 2009

Absturz über den Wolken

Ich komme gerade von den sanitären Anlagen meiner Wohnung, wo ich, im Gegensatz zu den Vorgängen vor den Fenstern, nur ein kleines Schauer verursacht habe. Da sonst nicht viel zu tun ist, habe ich das Archiv gesichtet und ein Dokument gesucht, das mich gestern in der Stadt unvermittelt und auf offener Straße zum Lachen gebracht hat, nur durch den bloßen Gedanken.



Es handelt sich dabei um einen Brief, den wir vor Jahren, als wir jung, wild und stark angetrunken waren, auf einer Geburtstagsfeier verfasst und tatsächlich abgeschickt haben. Leider ist der Brief bis heute unbeantwortet geblieben.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Das Licht am Ende der Taschenlampe

Brr, ich habe echt mies geschlafen heute Nacht. Im Halbschlaf phantasierte ich vor mich hin und plante neue Einträge hier. Schrecklich.

Besonders die Idee mit dem Weingummihersteller und seinem Werbejingle, nur das in meiner Version das "K" mit einem "M" vertauscht war, und in der bunten Plastikverpackung schleimige und fettige Fischstücke waren. Igitt!

Zur Auflockerung verkünde ich statt dieser Unsinnigkeiten lieber noch ein Kleinod aus meinem SMS-Archiv:

"Um dir deine Entscheidung zu erleichtern hier mal ein paar Fakten: 21l Bier, 3kg Fleisch, davon 2,2Kg Nackensteaks, 1,2kg Rippchen. 10 Bratwürstchen, 1kg Kartoffelsalat, 1kg Krautsalat, 500g Knoblauchbutter, 1 Tube Festivalsenf, 1 Tube Ketchup, 1 supergeilen Wagen, 1 Cd-Player, ne Hammerroute UND wertvolle Tipps, wie man einen Bären fängt!! In diesem Sinne....."

Dienstag, 7. Juli 2009

Hinweisung III

Die Initiative "Fight Anglicisms!" leidet an akutem Mitgliederschwund.

Hinweisung II

Der Aussage "Ich glaube hier stinkt es gleich" wird meistens stillschweigend zugestimmt, trotzdem besitzt sie einen eher negativen Aufforderungscharakter.

Hinweisung

Wie ihnen sicherlich aufgefallen sein wird, ging es in den letzten Einträgen nicht darum, wie man durch die Beschäftigung mit ästhetisch-anspruchvoller Literatur Sprache als Kunst vermitteln kann. Es ging um Kaugummi.

Montag, 6. Juli 2009

Das auflösende Interview am Rande des Geschmacks

Heute im Interview auf winterorbit.de: Kevin, erster Rätselnussknacker, Lebemann, Bohemian.

winterorbit.de: Kevin, wir bedanken uns für Ihren Besuch. Wie gehts denn so?

Kevin: Urlaub, Sommerpause - da sollte es mir ja eigentlich prima gehen, aber ich kann seit Wochen nicht mehr schlafen: Mir fällt nämlich einfach kein gutes Rätsel ein und, wenn doch, kann ich es selber nicht lösen.

winterorbit.de: Alle Achung, das zeugt von Einsatz! Da können wir Ihnen nur raten: Am Ball bleiben! Ist Ihnen denn aktuell vielleicht etwas im Winterorbit aufgefallen?

Kevin: nöö

winterorbit.de: Kevin, wir wollen Ihnen etwas zeigen.

Kevin: Es ist so schön. Eine prickelnde Spannung mit dem dezenten Widerstand auf der Zunge, wie ich ihn sonst nur von 9V-Blockbatterien kenne. 5 Ampere?

winterorbit.de: Eher 12 Streifen! Was sie da vor und in sich haben, ist das winterobit.de Produkt des Jahres: Wrigleys Electro, ein Kaugummi der neuesten Generation, ein Lifestyle-Must-Have!
Sagen Sie, wirkt es schon?

Kevin: JA, mein Bier schmeckt wie Pisse!

winterorbit.de: Dafür riechen sie aus dem Mund wie Fort Knox aus dem Tresor!

Kevin: Und DAS ist Electro?

winterorbit.de: Genau, DER Geheimtipp für Insider, das Kaugummi für Leute mit Tabasco im Kaffee. Wir von winterorbit.de empfehlen Wrigleys Electro.

Kevin: Damit haben sie mich überzeugt. An dieser Stelle würde ich mich darüber hinaus gerne noch als Werbeträger für dieses Spitzenprodukt anbieten, da ich glaube, mit meinem allgemeinen Bekanntheitsgrad sowie meiner charismatischen Persönlichkeitsstörung und natürlich auch der großen internationalen Erfahrung (Veltins, Fruchttiger, Nutella, Bratmaxe, Weißweinschorle, Vereinigte Staaten von Amerika, um nur einige zu nennen), genau der Richtige zu sein, um Electro unsterblich zu machen!

winterorbit.de: Kevin, wir danken Ihnen für das "Gespräch".

(Das Interview wurde aus technischen Gründen aufgezeichnet)

Es ist grün!

Ohja, es ist grün und toll! In der Packung sind nur noch 7 Stück drin, ich glaube ich muss bald los, mir mehr davon besorgen!

Sonntag, 5. Juli 2009

Das Produkt des Jahres!

Pure ästhetische Essenz, kaltgepresst aus den Köpfen der weisesten Werbestrategen unserer Zeit.
Die lang erwartete Erweiterung des Begriffes "gut"!

Geschmackvolles Design und ein Geschmack, der verzückt. Ja, man kann mit Recht behaupten, dass es sich hierbei vermutlich um das beste Produkt handelt, das derzeit am Markt erhältlich ist.

Brandneu - Brandheisss - Brandaktuell

Morgen im Test auf winterorbit.de, dem Fachmagazin für zuckerfreies Kaugummi in der kalten Jahreszeit.

Freitag, 3. Juli 2009

Das gar nicht mehr allmähliche Verschwinden der Wirklichkeit

„Im Grunde werden der Computer und seine Informationssysteme nicht mehr an der Erwartung geprüft, die wir an sie haben, sondern umgekehrt: Sie machen uns erstaunten Laien vor, was sich jenseits unserer Erwartung aus ihnen holen lässt. Der Computer generiert die Möglichkeit seiner Verwendung schneller, als wir sie vorhersehen können. Und eben das gefährdet unsere Herrschaft über ihn – und das macht uns zum leichtsinnigen Zauberlehrling, den der eilfertige Besen mit seiner Wasserträgerleistung einfach davonschwemmt.“

Zitat: Hartmut von Hentig
Grund: Nachdenken über Technikwahn und Apple

Donnerstag, 2. Juli 2009

Der Preis des Erfolges


Meike hat es tatsächlich geschafft, bis zur Sommersonnenwende eintausend Besucher auf diese Seite zu locken. Respekt! Jemand mit solchen Fähigkeiten muss individuell gefördert werden, am besten mit einem Handbuch der Astrologie.
Der erfreute Kommentar der Gewinnerin: "Das ist ja garnicht über Astronomie!"
Falls bis zum 15.07. zweitausend Besucher auf dieser Seite waren, lege ich übrigens noch ein jurtenartiges Zelt drauf, damit Meike mit dem Buch und ihren Fähigkeiten auch was verdienen kann.

Samstag, 27. Juni 2009

Angebot und Nachfrage

War eben aufm Markt. War ganz gut da.
Highlights: Der original griechische Abtropfjoghurt "Total" der "unendlich cremig" sein soll.
Frage: Ist ein Wissenschaftler, der sich mit der Zucht von Kartoffelsorten beschäftigt, ein Grund- oder Beilagenforscher?
Auch gut war der Typ beim Metzger, der einen lustigen Witz erzählte. Meinte der doch: "Acht Brötchen bitte! Nehmen sie doch neun, dann haben sie eins mehr!"

Freitag, 26. Juni 2009

Bodo Bonus, das liebenswerte Discountmaskottchen

Da soll noch mal einer sagen, Werbefritzen wären unnütze Idioten, die die Welt jeden Tag ein bisschen schlechter und preisgünstiger machen.
Bezugnehmender Link: www.bodobonus.de
Ästhetisch einer Knallerbse nicht unähnlich.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Endlich gelöst: Das zu schwere Rätsel um den Shakespeare-Unhold

Shakespeare hieß nicht immer so. Wie war der Name vorher?
Und was passierte am 11. Februar des Jahres, in dem sich der Name änderte, in London?
Und was kostet ein Zimmer im nächstgelegenen Hotel heute?
So, das sollte etwas länger dauern!

Tipp: Die deutsche Wikipedia reicht hier nicht aus!

Tipp2: Kanada

Das Rätsel um den Shakespeare-Unhold

Gesucht ist ein literarisches Werk.
Autor: Franzose, geboren 1873
Seiten: 96
Besonderheit: Die Oberfläche Gottes wird mathematisch berechnet.
Das Werk begründete ein neues Konzept innerhalb der Physik.
Einen Sonderpunkt gibt es weiterhin für denjenigen, der mir eine lesbare (nicht französische) Version beschaffen kann, ich würde das Werk gerne mal lesen.

Tipp: Der Titel des Rätsels beruht auf einem groben Fehler meinerseits, vielmehr sollte eigentlich auf ein Körperteil von Goethe angespielt werden.

Dienstag, 23. Juni 2009

Der Cyborg "Rosalind"

Heute mit dem Kopf zuerst aufgestanden, in meinen kleinen Notizblock nachgesehen, folgenden Unsinn entdeckt:

a) Bottleneckspieler sind in Weintrinkerkreisen nicht sonderlich beliebt.

b) Wenn acht Kilometer lang sind, was sind dann dreizehn Minuten?

c) Es gibt Tuwörter die Werben umschreiben.

Montag, 22. Juni 2009

Dienstag, 16. Juni 2009

Risiko! - Die Winterorbit-Edition

Imperialismus muss sich endlich wieder lohnen!
Aus diesem Grund veranstaltet das Team von winterorbit.de das Kolonialspecial:
Für jeden fleissigen Anhänger, der bestätigte Visits aus fremden, exotischen oder idiotischen Ländern herbeiführt, gibt es Punkte auf dem Scoreboard.
Einen weiteren Sonderpunkt gibt es für die Inbesitznahme eines neuen Kontinents.

Difficile est satiram non scribere

Nach sieben Jahren knallharter geistiger Arbeit ist es nun endlich vollbracht!
Komisch, wie einen die Leute anstarren, nur weil man am hellichten Tag die Nationalhymne schmettert und kleinen Kätzchen an Passanten verschenkt.
Auf dem Rückweg habe ich kurz angehalten und über den Erwerb eines ausgestopften Huhnes nachgedacht, die aufgerufenen 85 Euro waren mir aber dann doch etwas zu viel und ausserdem ist mir das dann doch etwas zu konservativ.
Zuhause habe ich dann erstmal den Fernseher angemacht, da bin ich in den vergangenen Jahren einfach nie zu gekommen. Was soll ich sagen? Das Niveau hat sich aber deutlich verbessert!

Montag, 15. Juni 2009

Das mittelgroße Meike-Special

Da Meike anscheinend verzweifelt versucht, die Charmoffensive zu gewinnen (s.u.), hier noch ein Video, das ihr wahres Gesicht zeigt!

Leserrätsel #1: Lauras Bi-O-Historisches Quizz

Gesucht wird der wissenschaftliche Name eines ausgestorbenen Tieres. Dieses Tier ist benannt nach einem Ritter. Dieser Ritter erzählt Geschichten. Geschichten aus einer anderen Welt. Für diese andere Welt ist ein solches Tier von fundamentaler Bedeutung.



TIPP: Der Ritter hat eine holde Tochter und die holde Tochter heißt genau wie eine holde Popmusikinterpretin.



TIPP 2 und 3: Das Tier ist die Grundlage vieler Romane. Der Ritter ist noch nicht lange Ritter. Quasi halbes Jahr.



LETZTER TIPP: Es gibt Videospiele, da wirft ein Italiener mit solchen Tieren.

Lyrische Tiefschläge

Ein kurzes Gedicht über Gentechnik:

Ein kleiner grüner Kakus
steht schreiend vorm Balkon

hollari, hollari, hollaro.

Was brauch ich blaue Rosen,
Was brauch ich gelben Mohn?

hollari, hollari, hollaro.

Und dann der Bösewicht:
im Biounterricht!

Dann hol ich meinen Kaktus
und der spricht, spricht, spricht!

Sonntag, 14. Juni 2009

Das winterorbit.de Rätsellauffeuer

Gesucht ist ein Ratsherr, ein Belgier obendrein.
Der Rat, in dem er Mitglied ist, entstand 2004, nach langem Hin- und Her.
Er heißt wie eine Suppe.

Tipp: Ihr müsst in Fach 10 16 21 nachsehen.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Das cineastische Musik-Rätsel ohne Tim

Gesucht ist heute ein Film aus den 1960er Jahren, in dem es um ein straffällig werdendes Mitglied einer Boygroup aus den 1990er Jahren geht.
Tim darf diesmal nicht mitmachen.


Tipp: Der Täter hat einen kleinen Bruder

Mittwoch, 10. Juni 2009

Die Winterorbit-Sommersonnenwend-Charmoffensive

Kennen sie die Schiefe der Ekliptik?
Kann man aus Sonnenmilch Käse machen?
Chillen Marsmenschen nach der Arbeit am Kanal?

Diese Fragen können Sie mithilfe des großen Preises der Winterorbit-Sommersommersonnenwend-Charmoffensive beantworten: Einer Originalausgabe "Grundwissen der Astrologie" von Bernd A. Mertz.














Was müssen Sie tun, um diesen dollen Preis abzugreifen?
Sorgen sie für Traffic, bringen sie mir Visits, tragen sie die Kunde in die Welt hinaus!
Beeinträchtigen sie ihren Nachbarn! Werben sie auf den Markplätzen lautstark für den Winterorbit!

Wenn bis zum 21. Juni tausend Besucher erreicht sind, steht der Preis zur Abholung bereit, und zwar für den ersten Leser, der einen Kommentar hinterlässt.

Montag, 8. Juni 2009

Diskurs des Privaten

Die Wahl ist vorbei, die Piraten haben einen Achtungserfolg erzielt, es bleibt die Erkenntnis: Demokratie findet in der Schule statt.
Aus diesem Grund wird die Briefwählerpartei ab sofort nur noch ausserparlamentarisch operieren. Und unpolitisch.
Viel mehr geht es nun um die Klärung essentieller gesellschaftlicher Fragen, um den Diskurs des Privaten.

Als dringenstes Anliegen ergibt sich die endgültige Klärung der Haus- und Kleintierfrage, beispielhaft orientiert an den beiden Polen:

WUFF, der Hundesnack vs. EdelCat Premium

Plädoyers für die Seiten werden ab sofort entgegengenommen und an dieser Stelle veröffentlicht.

Sonntag, 7. Juni 2009

Die Drei und die Nullstelle

Morgen ist endlich Europawahl und ich kann vor Aufregung nicht schlafen. Immerhin konnte ich den Abend nutzen, um mir mit einigen Altersgenossen einen Film über Religion reinzuschütten und einige Bier zu rezipieren.
Darüber hinaus habe etwas am politischen Konzept der Briefwählerpartei gefeilt: Opportunismus muss sich endlich wieder lohnen, gerade in einem Land in dem Lothar Matthäus Wirtschaftsminister ist und Peter Maffay ein freier Mann und Biosupermärkte aus dem Boden sprießen wie Phoenix aus dem Äther.
Um es mit Adorno zu sagen: "Der Splitter in unserem Auge ist das beste Vergrößerungsglas"
Oder mit Kafka: "Du musst nur die Laufrichtung ändern, sagte die Katze zur Maus und fraß sie"
Oder mit Kohl: "Das was ich will, ist, was ich selber wollen will"
"Unsinn!" sagen Sie jetzt und ich entgegne: Klar, aber heute ist ja auch Europawahl.

Dienstag, 2. Juni 2009

Heute Fußball

Heute abend steht ein wichtiges Fußballländerspiel an. Für diejenigen, die die Regeln das Spiels noch nicht ganz verstanden haben, hier eine kurze Einführung.

Montag, 1. Juni 2009

Die Briefdienstleistung

Heute Abend kommt der Film über den postapokalyptischen Postman, und zwar im Fernsehen, 20.15h, Kabel Eins.

Ich möchte, dass meine Leser dieses als Chance verstehen, auch wenn Neil Postman da sicherlich anderer Meinung wäre. Um den letzten Widerstand zu brechen: Die TV-Movie vergibt einen gähnenden Stern und lobt den Film als "langweilig-lächerlich".

Hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack:

Mittwoch, 27. Mai 2009

Das Kreativrätsel: Analogiebildung

Eine Analogie besteht dann, wenn Objekte oder Sachverhalte in mindestens einem Merkmal übereinstimmen. Aufgabe soll es nun sein, eine solche Analogie herzuleiten. Gewinnen wird diesmal allerdings nicht eine richtige, sondern die beste Lösung. Die beste Lösung wird über eine Abstimmung im Kommentarbereich ermittelt.

Also:

Wenn das:















eine schwedische Krankenschwester ist,

wer oder was könnte dieses dann sein?


Dienstag, 26. Mai 2009

Guerilla Recipient Tactics

Obwohl ich alte Medien, hier: Farbwasser auf getrockneter Baummaische, ja eher archaisch finde, möchte ich für heute einen Veranstaltungstipp loswerden.
Hermann liest aus seinem Roman "POP LIFE", und zwar heute Abend im Buchladen Rosta. Wenn ich die Zeit finde, werde ich da hin gehen, kostet ja auch nix, da solltet Ihr das auch mal machen!

Aber zum, eigentlichen Zweck dieses Beitrags: Mir ist eine Idee für eine neue Trend-Kultur-Beschäftigung gekommen: Guerilla Recipient Tactics.

Idee: Man leiht sich ein Buch aus einer öffentlichen Bücherei aus, geht damit zu einer Lesung, lässt es sich signieren und bringt es dann zurück.
Ziel: NIL, aber man erreicht eine gewisse Schmähung der bücherdruckenden Industrie, hin zu einer Welt aus Nullen und Einsamen.

Montag, 25. Mai 2009

Raumstationen

Stellen Sie sich doch einmal vor, sie sitzen in einer internationalen Raumstation, blicken auf die vorbeiziehenden Kontinente hinab, und denken über ihren Status als Weltraumpilot nach.

"Sicher", denken Sie, "Weltraumpilot auf einer internationalen Raumstation, das ist schon was! Aber werde ich je einen Fuß auf einen anderen Planten, zum Beispiel den Mars, setzen?"

(Begleitmusik an dieser Stelle: "Also sprach Zarathustra" von Franz-Josef Strauss, gespielt auf dem Akkordeon anlässlich des CSU-Parteitags 1983, rare Aufnahme)

Falls sie diesen Weltraumpiloten einmal bei seinen Gedanken beobachten wollen, empfehle ich einen nächtlichen Blick in den Himmel, genauere Hinweise zu Uhrzeit und Richtung bietet ww.heavens-above.com.

Samstag, 23. Mai 2009

Das grüne winterorbit.de Rätsel mit Historybezug

Also, es geht um etwas, dass im Deutsch-Französischen Krieg eingesetzt wurde. Entwickelt wurde es 1867 von einem Koch in Berlin, zog dann aber 1889 zu zwei Brüdern nach Heilbronn um. Der preußische Staat stellte zweitweise 65 Tonnen davon her - am Tag!

Freitag, 22. Mai 2009

Wen der Postmann zweimal bimmelt

Gestern habe ich einen Film gesehen, der sich fiktiv mit den Vorgängen vor und während der nuklearen Post-Apokalypse befasst. Er spielt natürlich im nordamerikanischen Kerngebiet und zeigt erschreckend real, wie sich der Wiederaufbau der Gesellschaft, trotz dünner Zivilisationsdecke, hin zu einer erneut demokratischen Ordnung mit Segelyachten, bewerkstelligen lässt.
Von meiner Seite erfolgt eine absolute Empfehlung für dieses Meisterwerk der nihilistischen Filmkunst. Die Hauptrolle spielt übrigens Kevin Costner.

Montag, 18. Mai 2009

Die Briefwählerpartei

Nachdem mein eigentliches Anliegen, Dekan am Institut für Forschung zu werden, wohl in weite Ferne gerückt ist, widme ich mich nun wieder verstärkt der Politik. Da ja bald auch endlich wieder Europawahl ist (winterorbit.de ist schon ganz aufgeregt), scheint auch der passende Moment für eine Beschäftigung mit diesem Thema gekommen zu sein.
Als Vorbereitung auf eine Wahl sollte man eine Wahlentscheidung treffen. Da mich die Inhalte aber nicht interessieren, kann ich diese Entscheidung nur anhand von Parteikonzepten und Werbemaßnahmen treffen.
Übrig blieben:

Die CHRISTLICHE MITTE, die verspielt mit der Caps-Lock Taste operiert und auch sonst eine Menge Humor ausstrahlt.

Die Violetten, die für spirituelle Politik stehen und ein bedingungsloses Grundeinkommen fordern. Geil!

Die FDP, da Frau Doktor so lasziv von Millionen Plakaten herunterlächelt und daneben noch Kompetenz ausstrahlt (3 Kinder)

Jetzt sagen Sie: "Lustig ist das ja schon, aber Politik ist eine ernste Sache, da kann man doch seine Stimme nicht einfach so verschenken!".

winterorbit.de bietet eine Alternative: Die Briefwählerpartei
vorsichtshalber stehen wir erstmal für garnix. Aber eine Abkürzung bräuchte es schon: Deutsche Vereinigung der Briefwähler. Ansprechen könnten sich die Mitglieder dann mit dem Kürzel der Partei und dem Initial ihres Vornamens. In meine Falle also "DVB-C".
Wer mitmachen will melde sich unter christoph@winterorbit.de, es sind noch obere Listenplätze frei!

Nachtrag: Mit sofortiger Wirkung ist winterorbit.de ab jetzt und hier noch europäischer!

Freitag, 15. Mai 2009

Der große Bauer

Ganz recht: Metallica. Genauer: De Re Metallica Band 12, erschienen 1556, geschrieben von Georg Agricola.
Damit erhält auch Jonas einen Rätselpunkt und das damit verbundene Recht, ein Leserrätsel zu präsentieren.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Debile Bettflucht

Ein merkwürdig kryptischer Eintrag war das gerade, oder? Naja, man wird alt. Ich merke das daran, dass ich heute wieder um halb sieben aufgestanden bin. Danach habe ich dann OnLine versucht, mir meine zu erwartende Rente ausrechnen zu lassen. Das freundliche System meinte aber nur, ich solle mir da mal besser nix vormachen und dass da noch nen bisschen was kommen müsse.
Nach diesem Misserfolg habe ich dann noch etwas fürs Examen gelernt.

Übrigens: Es ist noch keine Lösung für das aktuelle Rätsel eingegangen, werden etwa weitere Hinweise benötigt? Versuchen Sie es doch mal mit einem großen lateinischen Joghurthersteller.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Der Zyniker ist von trauriger Gestalt

"Quid pro quo, Frau Holle", sagt der Finanzingenieur und tut nur seine Arbeit.
So, oder so ähnlich mag es derzeit vielen gehen, Leuten oder Personen oder aber auch uns.
Egomanie als Tatbestand besteht vor dem Bestand der Tätigen.

Dienstag, 12. Mai 2009

Das große winterorbit.de Musikrätsel aus Gold

Sie haben sicher diese gewisse inhaltliche Leere bemerkt, die winterorbit.de in den letzten Tagen befallen hat. Der Grund: Ich hatte zwischenzeitlich Kenntnis von einem neuartigen Produkt aus Italien erlangt, zu dessen rascher Erforschung mich meine Neugier nötigte.
Aber dazu später.

Heute ist erst einmal Zeit für das große winterorbit.de Musikrätsel!

Gesucht ist eine Musikgruppe. Über diese Gruppe wurde ein Buch geschrieben. "Das ist ja a priori nix besonderes!" sagen Sie jetzt, und Sie haben recht. Aber der Fakt, dass jenes Buch über 400 Jahre vor Gründung der Musikgruppe geschrieben wurde ist halt schon etwas besonderes.
Einen Tipp kann ich noch gewähren: Der gesuchte Autor hat 3 Namensvettern, einer Bischof, einer Pädagoge und einer Musiker. Außerdem war einer dieser drei noch Mediziner. Dieser wurde allerdings nur 45 Jahre alt. "Kein Wunder!", sagen Sie jetzt, "wenn man im Jahre 1530 geboren wurde, ist das ja nicht verwunderlich!", und Sie haben recht.

Samstag, 9. Mai 2009

Die Essenz der Ergebnisgesellschaft: Siegerverehrung

Das Geheimnis ist entdeckt, die Katze aus dem Sack entwischt, die Antwort ist präsent:

User "Kevin" hat die erste Ausgabe der winterorbit.de Rätselolympiade für sich entscheiden können.

Zum wertvollen Preis können derzeit noch keine Angaben gemacht werden, nur soviel: es ist irgendwas mit neuen Medien.

Ein herzlicher Glückwunsch geht an Kevin, allen anderen sei gesagt: Das nächste Rätsel kommt bestimmt, vielleicht noch heute.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Megabyte - Das Protokollmagazin #1 heute: Lubux.com

Wilkommen zum neuen Diskussionsformat auf winterorbit.de. Heute zu Gast: Der Mann hinter lubux.com

winterorbit.de: Guten Tag Herr Lloyd! Sie sind der erste Gast in unserem neuen Format. Halten Sie sich für etwas besonderes?

lubux.com: Ich möchte diese Frage wie ein Politiker beantworten. Lassen Sie mich also zunächst darauf hinweisen, dass ich mich sehr freue, Ihr erster Gast zu sein. Und damit ist die Frage eigentlich schon beantwortet.

winterorbit.de: Sie sind dafür bekannt, Fragen auf ihrem Portal nicht immer wie ein Politiker zu beantworten. Stichwort: Apple. Religion oder Liebe?

lubux.com: Nicht komplett falsch. Die Firma aus Cupertino erhält von mir zum Beispiel regelmäßig Zahlungen, da ist es doch normal, dass ich gut über sie rede. Ich meine, sonst würde ich mich doch noch mehr ärgern als eh schon. Zum Beispiel über Religion. Ein kluger Mann hat mal gesagt: Religionen sind der Brotaufstrich des Proletariats. Wobei es sich dabei höchstens um Mortadella handeln kann, nicht etwa um Nutella, Honig oder gar den "Edlen Weißen" von Plus.

winterorbit.de: Erhellend, Herr Lloyd! Anderes Thema: Was halten sie von Bio-Katzenfutter? Sind sie womöglich ein Katzenidiot?

lubux.com: Wissen Sie, Katzenfutter wird hierzulande in mittelständischen Betrieben erzeugt, die oft nicht die Gelder haben, sich die Bio-Qualität zertifizieren zu lassen. Ich selbst habe einige Minuten dabei zugesehen, wie Katzenfutter in einem hocherotischen Prozess auf metallische Rückstände untersucht wird - mit elektrischem Gerät - und daher kann man schon davon ausgehen, dass in den meisten Dosen auch Bio steckt. Mich wundert allerdings, wenn ich das anfügen darf, dass Sie das interessiert. Sie sehen mir eher aus wie ein Hund.

winterorbit.de: Ich nehme an, Sie spielen auf die Loyalität von winterorbit.de gegenüber der freiheitlich-demokratischen Grundordnung an. Aber nun zu etwas anderem: Neue Medien. Was halten sie von dem Trend, dass sich immer mehr Menschen der Realität verwehren und statt dessen in Multimedia-Umgebungen dahinvegetieren?

lubux.com: Kurz: Gar nichts. Neue Medien sind wie die neue Grippe. Ansteckend und tödlich. Nichtmal ein Mundschutz hilft. Allerdings verbreiten sich die neuen Medien viel schneller unter den "Reichen" und "Schönen", und das ist immerhin irgendwie gerecht. Um es mit Helge Schneider zu sagen: "Happy end."

Der große winterorbit.de Rätselspaß

Es ist mal wieder Zeit für das winterorbit.de Rätsel!

Zur heutigen Frage:



Wofür steht dieses possierliche Tier?
Tipp: Das Teil ist ein Symbol und der Urheber war ein helles Köpfchen.

Kleiner Nachtrag (mit Tipp): Es ist nicht die Drachme gesucht, auf der dieses Tier sehr ähnlich abgebildet ist. Hermanns Lösung ist aber eigentlich auch nicht schlecht (siehe Kommentare).
Sollte also keine richtige Lösung eingereicht werden, gewinnt Hermann einen wertvollen Preis. Tipp: Angeblich hat es was mit dem amerikanischen Finanzsystem zu tun. Und mit Ägypten.

Dienstag, 5. Mai 2009

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Lieber Conrad, herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag.

Montag, 4. Mai 2009

Der digitale Videobild-Verzögerer (DVB-V)

Das Fernsehen hat sich als Vermarkter von Realität in den letzten 50 Jahren bewährt. Dabei hat es auf das Leben zahlreicher Menschen einen nicht geringen Einfluss.

Wer sagt nun aber, wie könnten uns nicht wehren und das Fernsehen selber entscheidend beeinflussen? Zu diesem Zweck habe ich mir eine Testumgebung überlegt:

Man nehme:

  • Ein Gitarreneffektgerät, Typ Delay, analog oder digital ist egal, aber digital ist besser.
  • Zwei umgelötete Kabel, Cinch auf Klinke, 6,3mm.
  • Eine Videoquelle mit Cinchausgang. (Auf keinen Fall die Antennenbuchse!)
  • Einen Fernseher.
Man verbinde diese Bauteile und erfreue sich am hoffentlich farbenprächtigen Bildmaterial.
Ich werde das Ganze die Tage mal ausprobieren, mal gucken ob es wirklich funktioniert.

SICHERHEITSHINWEIS: Von Nachahmungen rate ich grundsätzlich ab, da die technischen Folgen für Leib und Leben (Elektroschock, kaputtes Delay, explodierter Fernseher) sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen nicht absehbar sind.

Samstag, 2. Mai 2009

Die Krise der entmannten Raumfahrt

Tja, die Pläne für eine bemannte Mondbasis scheinen erstmal auf Eis gelegt. Ist den Verantwortlichen etwa nicht klar, dass nun Millionen Träumer weltweit schlecht schlafen werden?

Schuld scheint die Krise zu sein.

Krise hin, Krise her, für mich bleibt der Unterschied zwischen einem Wirtschaftsweisen und einem Kneipenpropheten fließend.

Fakt ist: Wenn wir uns den nötigen Luxus von wissenschaftlichen Mammutprojekten auch in Zukunft wieder leisten wollen, müssen wir die die alten Hemden ausziehen, neue kaufen und dann kräfig an den Ärmeln krempeln.

Mein Vorschlag: Schließen Sie die Augen, atmen Sie durch und versuchen Sie zunächst an garnichts zu denken. Wenn sich ein Zustand der inneren Ruhe eingestellt hat, öffnen Sie die Augen wieder. Zücken Sie nun ihre Geldbörse und kaufen Sie das erste Produkt, dass Ihnen in den Sinn kommt.

Auf diese Weise habe ich meinen Teil dazu beigetragen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln und bin obendrein stolzer Besitzer der Biographie von Helmut Kohl geworden.

Freitag, 1. Mai 2009

Space Age vs. Treemountains Ride

Stell dir vor, du bist in deinem Raumgleiter in geheimer Mission für die galaktische Föderation der Planeten unterwegs zu anderen, fremdartigen und exotischen und freundlichen Welten voller emotionaler und physischer Wärme.
Während du gerade einem dreckigen Asteroiden ausweichst, kommt dir ein Gedanke: Wäre nicht eine klassische Radtour zum Maianfang eine Alternative? Immerhin gilt es auch hier, das voll beladene Mutterschiff zu begleiten, fremde Länder zu entdecken. Und auch der Schein von nur einer Sonne ist gegenüber der fahlen Reflektion von roten Lampen im grünen Head-Up-Display ein Quell unbändiger, immerwährender Freude.

Donnerstag, 30. April 2009

The Day after

Wurde gestern im Rahmen der Feierlichkeiten bzgl. der Neueröffnung noch ein Grundgerüst der guten Laune gezimmert, so tritt heute die Ernüchterung ein.

Was soll das alles hier eigentlich?

Ist sein Qualitätsorgan vielleicht entzündet?
Ist seine Hemmschwelle deutlich abgenutzt?

Hiermit lobe ich einen Preis für denjenigen aus, der eine sinnvolle Erklärung für diesen ganzen Unsinn findet.

Achja: Man darf sich nicht mit der Schweinegrippe identifizieren.

Mittwoch, 29. April 2009

In medias res

"Fußball im Fernsehen? Das ist doch wie Börse im Zweiten!" höre ich mich sagen, und ergänze still: Tennis auf der Wii ist wie der Banker vor dem Aufschlag.
Kann man letztlich alles vergessen.

Neue Medien und New Economy und so, alles unheilige Allianz.

Im so gennanten "Real Life" dagegen ist wieder alles andersrum. Während man sich im Stadion an den tüchtigen Darbietungen erfreuen will, greifen andere verstärkt zu den klassischen Medien (z.B. Faustschlag).

Die Gegenwartskultur von gestern

Sie kennen es doch auch: Das, was gestern noch trendy und hip war, ist heute schon altbacken und illegal. So war es in den Siebzigern mit der Lavalampe (drüben: Ladalampe) und so wird es zweifelsohne auch mit dem Internet sein.

Eines darf man dabei nicht vergessen: Die Evolution der Kultur lässt nicht selten verbrannte Erde hinter sich zurück, wenn man nicht rechtzeitig den Nothalt betätigt. Beispiele: Heavy Metal, Weihnachten.

Sollte man sich in diesem Zusammenhang nicht überlegen, das Medium mal in Würde zu liquidieren?
Einfach mal wieder einen Brief schreiben? Freunde treffen? Im Wald ein Nickerchen machen oder den Eichhörnchen beim Einkaufen zusehen?

Ich meine: Nein.

Dieser falsche Fisch

Im Zuge der gefährlich voranschreitenden Liberalisierung breiter Gesallschaftsbereiche fordern anerkannte Zooolosoziologen immer häufiger das "Wahlrecht für Primaten". Dass anerkannte Aquazoologen jemals ein "Walrecht für Norweger" gefordert hätten, ist dagegen nicht bekannt.

Würde man diese Forderungen diametral verknüpfen, würde dieses einerseits die Demokratisierung das skandinavischen Schwellenlandes entscheidend vorantreiben, andererseits könnte man prima mit den angeborenen carnivoren Verhaltensweisen diverser Affenarten argumentieren.

Damit die dritte beteiligte Gruppe nicht zu kurz kommt, wäre ein passives Wahlrecht für die Meeressäuger möglicherweise eine Lösung.

Im Funkloch der neuen Medien

In pseudowisschenschaftlichen Studien (n=0) gehe ich manchmal davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der sich in einem Haushalt befindlichen Fernsehgeräte und der Anzahl der im Haushalt wohnenden Personen besteht. Natürlich ist dabei das formale Einkommen der Personen zu beachten, da Fernseher immer noch recht teuer sind.

Ausgehend von der moderneren Sichtweise ("was macht der Mensch mit den Medien?"), weg von dem bewahrpädagogischen Ansatz ("was machen die Medien aus dem Menschen?"), kann man nun zwei Schlüsse ziehen:

1) Die Menschen gucken sehr viel Fernsehen.

2) Diese Beziehung beruht nicht auf Gegenseitigkeit.

Bezieht man dieses auf die elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, ergibt sich ein völlig anderes Bild:

1) Die Menschen nutzen diese Medien ebenfalls gerne und ausgiebig.

2) Diese Beziehung beruht auf Gegenseitig.

"Halt auf!", könnten sie jetzt sagen, "wo ist denn da der kausale Zusammenhang?" und ich würde ihnen Recht geben.

Die Semantik des Weblog

In Reminiszenz an den großen Douglas Adams, der einst die wahre Funktion des Videorekorders erkannte, soll hier nun die Bedeutung des Blogs erkannt werden.

Weder geht es um Kommunikation oder Information. Auch Allmachtsphantasien oder Zwang spielen keine Rolle.

Die wahre Funktion des Blogs ist es, dem Beitrag den Nimbus des Unausgesprochenen zu nehmen.

Mensch-Maschine Integration

Es ist keinesfalls sinnvoll, aus elekronischen Bauteilen und acht TK-Hänchenschenkeln eine kybernetische Spinne zu bauen. Schon aus ethisch-moralischen Erwägungen ist alleine der Gedanke an solches verwerflich.

Trotzdem wird in Zukunft vermehrt die Frage aufkommen, ob, und in welchen Bereichen die menschliche Anatomie technisch zum Erreichen von reflektierten Zielen verbessert werden kann.

So könnte etwa eine Verlängerung des einen Armes bei einer gleichzeitigen Vergrößerung der gegenüberliegenden Hand zu einem erleichterten Aufnehmen, etwa von Strandgut, und einer verbesserten Kennzeichnung des Fundes gegenüber Dritten (durch Winken) führen.

Ethisch-moralisch wären hier sicherlich keine Einwände zu erheben, faktisch wird die Umsetzung aus finanziellen Gründen aber eher selten stattfinden.